Katze Püppi - PLZ 47669

mit Video

 Geburtsdatum:  ca. 13-14 Jahre
 Geschlecht:  kastrierte Katze
 Farbe:  silver-torbie
 Kennzeichnung:  Chip
 Wesen:  freundlich, neugierig, verschmust
 Gesundheit:  entwurmt, benötigt Herz-Medis und spezialfutter
 Haltung:  reine Wohnungshaltung, gerne mit ges. Balkon/Garten, Einzelplatz
 eingestellt am:  05.01.2016

Update 27.02.2016:

Bei Püppi hat sich mittlerweile einiges getan. Sie musste nochmals am Kopf wegen ihrer Talgdrüsen operiert werden, da sich eine Drüse so immens gefüllt hatte, das sie nicht mehr ausgedrückt werden konnte. Jetzt sollte sie allerdings damit Ruhe haben, da alles sehr großflächig weggenommen wurde. Es ist alles super verheilt und das Fell auf dem Köpfchen wächst auch langsam nach.

Was den Durchfall betrifft, den haben wir endlich in den Griff bekommen. Seit ein paar Wochen flutscht alles wieder so wie es soll :-). Auch ihre homöopathischen Medikamente (Globulis) braucht sie nun auch nicht mehr täglich. Ich gebe sie ihr nach Bedarf 2-3 mal die Woche.

Ich habe mal ein Video von Püppi gemacht. Da sieht man wieviel Power noch in der kleinen Maus steckt (gegen Ende des Videos) :-)

Püppi in action

Püppi kam als Fundkatze von einem Campingplatz zur Maine Coon Hilfe und damit zu mir in die Pflegestelle. Wie lange sie dort gelebt hat und wie sie überhaupt auf den Campingplatz gekommen ist, wissen wir nicht.

Sie war total abgemagert, litt unter starkem Schnupfen, hatte marode Zähne und eine massive Zahnfleischentzündung, blutig-verkrustete Wunden am Kopf, das wenige Fell völlig verfilzt.... so stand die kleine Maus vor mir. Aber kein bisschen scheu. Sie begrüßte mich sofort und forderte schnurrend Schmuseeinheiten ein :-). Schüchtern... was ist das? Das kennt sie nicht.

Der Gang zum TA hielt einiges bereit. So wurden ihr die Zähne gezogen, womit sie sehr gut zurecht kommt. Der Schnupfen, der sich noch als sehr hartnäckig herausstellen sollte, wurde behandelt. Ihre Wunden wurden gereinigt und versorgt und die Filzknoten wurden ausgeschoren. Beim Abhören stellte man ein Herzgeräusch fest, sodass sie geschallt wurde. Sie bekommt nun Tabletten fürs Herzchen und kommt damit ebenfalls gut zurecht.

Der Schnupfen wurde allerdings immer schlimmer, sie bekam nur schwer Luft bekam und nieste richtig tief und festsitzenden eitrigen Schleim aus, sie blutete aus der Nase. Also gingen wir in die Klinik zur Endoskopie. Man stellte verändertes Gewebe an der Nasenschleimhaut fest und auch dass der Schleim tief in den Bronchien saß. Proben von der Schleimhaut wurden im Labor untersucht - zum Glück nichts Bösartiges.

Mein Hauptaugenmerk lag nun darin, Püppi schnupfen-frei zu bekommen, was gar nicht so einfach war. Medikamente und Antibiotikum halfen nicht. Nach langem hin und her haben wir uns dann entschlossen, das ganze homöopathisch anzugehen und sie zusätzlich mehrfach am Tag mit einem Schleimlöser zu inhalieren. Langsam kam der ersehnte Erfolg.

Symptome zeigt sie mittlerweile nicht mehr, allerdings wurde sie beim Versuch die Globulis auszuschleichen wieder etwas rückfällig, sodass sie diese immer noch weiterhin jeden Tag bekommt.

Die Wunden am Kopf stellten sich als Talgdrüsen heraus die einfach zu viel Talg produzieren. Sie wurden entfernt, bzw. verödet, was leider nur von kurzer Dauer war. Somit hat sie immer bissl Schorf am Kopf, was aber nicht auffällt und sie auch nicht weiter stört. Hin und wieder reinige ich die Stellen etwas. Das klappt ganz gut.

Da Püppi trotz aller Mühen immer noch weichen Kot absetzt, haben wir noch weitere Blut-Untersuchungen machen lassen und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung bei ihr festgestellt. Sie bekommt nun Spezialfutter, womit wir das hoffentlich in den Griff bekommen. Es hat sich auf jeden Fall schon etwas gebessert.

In der Zwischenzeit hat sie gut zugenommen, incl. einer kleinen Fresswampe. Püppchen hat aber auch einen sehr gesunden Appetit.

Püppi wird als Einzelkatze vermittelt, da eine Vergesellschaftung gründlich in die Hose ging. Püppi stürzte sich sofort auf den „Feind“, vermöbelte ihn aufs allerfeinste und ließ auch nicht ab. Da dies zweimal trotz gründlicher und lange vorher geplanter Maßnahmen stattfand, habe ich beschlossen Püppi auf ihre alten Tage keiner Vergesellschaftung zu unterziehen. Das möchte sie auch gar nicht und kommt ganz gut ohne Katzenkumpels zurecht

Somit suchen wir für die kleine Maus, für ihre letzten Jahre, ein Zuhause bei Menschen mit viel Zeit, Geduld und nem Haufen Liebe, die er Püppi geben kann. Menschen, die ihr die Chance geben, ihre letzten Jahre noch in voller Zufriedenheit und Ruhe genießen zu können. Die sich aber auch bewusst sind, dass sie regelmäßig Medikamente benötigt.

Sie schmust unheimlich gerne und kuschelt sich auch liebend gerne mit ins Bett. Sie ist sehr offen und freundlich, kennt fast gar keine Scheu und ist sehr neugierig. Wenn der Mensch was macht muss sie dabei sein und es genauestens beäugen :-). Sie liebt es, täglich gebürstet zu werden und schmeißt sich dafür auch schon mal auf den Rücken, damit man auch ja gut ans Bäuchlein kommt.

Wenn Püppchen Hunger hat, verkündet sie es lautstark und sehr ausdauernd :-). Manchmal hat sie ihre 5 Minuten, wo sie dann auch durchaus mal wild einem Bällchen nach hechtet oder wie wild durch den Rascheltunnel flitzt.

Püppi wird nach positiver Vorkontrolle mit einem Schutzvertrag und gegen eine Schutzgebühr (200 Euro) in reine Wohnungshaltung vermittelt. Über einen gesicherten Balkon oder Garten würde sich die Maus bestimmt sehr freuen.

Bei Püppi wurde ein Plattenepithelkarzinom (Hautkrebs) diagnostiziert. Sie wird nicht mehr vermittelt, sondern darf ihre letzte Zeit in der Pflegefamilie verbringen.

 

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