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Kater Krümel - PLZ 41564 - vermittelt

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Geb.-Datum: 20.03.2019
Geschlecht: kastrierter Kater
Farbe: black-tabby
Kennzeichnung: Chip
Wesen: Kess, sehr verspielt, neugierig, schmusig und selbstbewusst
Gesundheit: FIV und FelV negativ
Zustand nach Rektum-Stenose (mit Ballonkatheter geweitet),
benötigt Medikamente und zuverlässige Kontrolle des Kotabsatzes
Haltung: reine Wohnungshaltung, mit ges. Balkon/Garten
eingestellt am:  31.05.2019/23.07.2019

 

Krümel kam in einem akut lebensbedrohlichen Zustand in die Obhut der Maine Coon Hilfe e.V. 

Nach einem erfolgreichen Termin zur Nachkontrolle in der Tierärztlichen Hochschule Gießen sitzt Krümel auf gepackten Koffern. Dass wir bei der Suche nach dem passenden Für-Immer-Zuhause sehr spezifische Kriterien anlegen müssen, sollte nachvollziehbar sein.

Krümel ist ein gut gelauntes und ausgesprochen selbstbewusstes Jungtier, der momentan intensiv seine Grenzen austestet. Das bedeutet, er klaut Essen, weckt seine Pflegefamilie mit herzhaften Bissen in die Füße, klettert überall rein und checkt bei seinen Katzenkumpels und -kumpelinen, wie weit er gehen kann. Dass er sich dabei auch mal eine kräftige Abreibung einfängt, stört ihn recht wenig. Er schüttelt sich dann, spuckt ein paar Fellbüschel aus und startet die nächste Aktion. Eben das, was Kitten und Halbstarke so tun – insbesondere dann, wenn sie (wie Krümel) zu früh von der Mutter getrennt wurden. Wenn Krümel nicht gerade Unsinn ausheckt, schmust er ausgiebig und ist unglaublich gerne in der Nähe seiner Menschen. Kinder kennt er aus seiner Pflegefamilie nicht, aber wir denken, dass ihm ein lebendiges Umfeld richtig viel Spaß machen könnte.

An katzenverträgliche Hunde kann er mit Sicherheit gewöhnt werden.

Wie alle Jungtiere benötigt Krümel (altersmäßig passende!) Katzengesellschaft. In seinem Fall sollte mindestens ein junger, robuster, rauflustiger und gut sozialisierter Kater vorhanden sein.

Nun zu den besonderen Voraussetzungen: Krümel wurde in Gießen vorgestellt und hat das Go für die Vermittlung bekommen. In drei Monaten möchten ihn seine dortigen Behandler noch einmal sehen. Aktuell funktioniert Krümels Kotabsatz gut, sodass wir keine bösen Überraschungen erwarten. Trotzdem ist auf lange Sicht nicht auszuschließen, dass es zu einem Rezidiv kommt oder die reduzierte Darm-Motorik zu massiven Problemen (Darmverschluss) führt. Durch eine angepasste Ernährung sowie die regelmäßige Gabe von Dulcosoft kann dem vorgebeugt werden. Sollte trotz allem eines der eben beschriebenen Probleme auftreten, wird eine (mit hoher Wahrscheinlichkeit kostenintensive) Behandlung/Operation erforderlich. Das muss man wissen und entsprechende Rücklagen schaffen, denn dieses Problem wird jede Versicherung ausschließen. Darüber hinaus möchten wir Krümel auch nicht in eine große Katzengruppe vermitteln, denn der Kotabsatz ist in einer kleineren Gruppe besser zu kontrollieren.  

Die Abgabe erfolgt nach positiver Vorkontrolle mit Schutzvertrag und gegen eine Schutzgebühr von 400 Euro.

Anfragen bitte mit ausgefülltem Fragebogen an untenstehende Mail-Adresse.

Kontakt:

Bettina Fecher, 41564 Kaarst; Tel.: 02131/2040766; Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

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Update 13.06.2019: Krümel will leben!

Wie berichtet haben wir den kleinen Krümel am 11.6.2019 in der Universitäts-Tierklinik Gießen vorgestellt. Da eine Endoskopie des Darms nicht möglich war, wurde er stationär aufgenommen und noch etwas umfassender untersucht, bevor am 12.6. unter Narkose ein feiner Schlauch mit einem Ballon über den After eingeführt wurde, über den die Engstelle (kurz vor dem Schließmuskel) vorsichtig aufgedehnt wurde. Nachdem dies gelungen war, wurde dies mit einem größeren Ballon wiederholt, der bis auf einen Durchmesser von knapp 2cm aufgeblasen wurde, um die Engstelle nachhaltig zu beseitigen. Dies gelang hervorragend und viel besser als erwartet, sodass jetzt zumindest keine mechanische Behinderung des Kotabsatzes mehr besteht. Wir hoffen sehr, dass sich auch wieder eine gesunde Darm-Peristaltik (Bewegung des Darms) einstellt und dass der Schließmuskel nicht nachhaltig geschädigt ist. All das wird sich aber im Zuge des weiteren Heilungsprozesses herausstellen, den wir abwarten müssen.

Was aber klar ist: Krümel hat die nochmalige Narkose sowie den Eingriff super überstanden, frisst und spielt wieder und rockt die Bude. Er ist so gut drauf, dass er bereits morgen (Freitag, den 14.6.2019) wieder zurück zu seiner Pflegefamilie darf. Darüber sind wir alle super glücklich und fühlen uns in unserer Entscheidung bestärkt, Krümel diese Chance gegeben zu haben. Uns wurde ja in den letzten 14 Tagen immer wieder nahegelegt, den kleinen Kerl einschläfern zu lassen, denn die Prognose sei extrem schlecht, ein chronisch krankes und möglicherweise dauerhaft inkontinentes Tier sei nie vermittelbar, und die Behandlung und Versorgung seien unverhältnismäßig teuer. Diesen sachlichen Argumenten konnten und können wir nichts entgegensetzen, denn sie entsprechen ja der Realität.

Trotzdem haben wir gemeinsam entschieden, für Krümel zu kämpfen und haben der Euthanasie nicht zugestimmt. Ganz einfach, weil uns ein durchweg gut gelaunter, quirliger, schmusiger und unfassbar kesser kleiner Kerl begegnet(e), der eine unglaubliche Lebensenergie ausstrahlt(e). Wir wollten uns nicht vorwerfen müssen, dass wir ihm die Chance auf ein schönes Katzenleben verschlossen haben.

Natürlich wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht, ob alles gut ausgehen wird. Es können noch zusätzliche Komplikationen auftreten, und Krümels Zustand kann – auch nach einer längeren Phase der Heilung - so massiv beeinträchtigt sein, dass man von einer geringen Lebensqualität ausgehen muss. Ein extrem leidendes Tier würden wir nicht weiterleben lassen, denn das könnten wir nicht mit dem Tierschutzgedanken vereinbaren.
Aber momentan sieht es nicht danach aus, und wir sind guter Hoffnung, dass Krümel auf einem richtig guten Weg ist.

Dass die bisherigen stationären Behandlungen und die Eingriffe ein großes Loch in die Vereinskasse gerissen haben, ist nachvollziehbar. Aktuell liegen wir – vorsichtig geschätzt – bei über 1500 €. Und auch die weitere Versorgung wird kostenintensiv sein. Wir können also jeden Cent gebrauchen.
https://maine-coon-hilfe.de/de/ihre-hilfe/spenden

Aufgrund der unklaren Prognose haben wir allerdings folgende Bitte: Spenden sollten (noch) nicht zweckgebunden erfolgen, damit sie auch anderen Notfellchen zugutekommen können, falls es für Krümel doch nicht gut ausgehen sollte. Aus diesem Grund suchen wir auch noch keine Paten für ihn.

Drückt bitte weiterhin die Daumen und Pfoten für den kleinen Kämpfer. Wir werden berichten. Vielen Dank.

01.06.2019:

Wir wollen euch unser jüngstes MCH-Familienmitglied vorstellen. Krümel, gerade mal 9 1/2 Wochen alt, ist leider sehr krank. Er sollte eingeschläfert werden, weil er extremen Durchfall hatte und in der Folge drei Tage lang überhaupt keinen Kot mehr absetzen konnte. Am 31.5.2019 spätabends haben wir uns mit einer Tierschutzaktiven in der Klinik Duisburg-Kaiserberg getroffen und die Formalien einer Übernahme vollzogen. Danach ging es gleich in die Notversogung des Kleinen.
 
Krümel hat eine angeborene Stenose des Afters, also eine Engstelle. Sein Enddarm ist hochgradig entzündet und geschwollen, die Darm-Mobilität ist eingeschränkt bis nicht mehr vorhanden. Weil er seit Tagen seinen Kot nicht abgesetzt hatte, war der Darm mit riesigen Mengen Kot gefüllt und nahm einen Großteil des Bauchraums ein. Als Erstmaßnahme wurde durch Einläufe ein Teil des Kots gelöst und entfernt. Das war sehr schmerzhaft für den kleinen Mann. Am Tag darauf wurde er deshalb stationär in der Klinik aufgenommen, er bekam Infusionen und wurde in Narkose gelegt, um den Darm erneut zu spülen und den Kot auszuräumen und dabei den After vorsichtig zu dehnen. Dies wurde am Sonntag wiederholt, sodass Krümel weiterhin stationär behandelt wird.
 
Wir hoffen alle, dass die derzeitige Therapie mit dem Leeren des Darms und dem vorsichtigen Weiten des Afters funktioniert und dass unser Jüngster bald aus der stationären Behandlung entlassen werden kann. Danach wird er in eine Pflegestelle umziehen, und wir wollen eine Zweitmeinung von einer Spezialistin einholen. Im Moment sieht es jedoch so aus, dass sein Kot durch Nahrungsergänzungen so dünn wie möglich gehalten werden muss. Die Pflegestelle benötigt also ein großes Maß an Leidensfähigkeit, Geduld und Putzmittel - zusammen mit einer gehörigen Portion Fachwissen. Durch den ständigen Durchfall besteht leider auch die Gefahr, dass Krümel nicht die nötigen Nährstoffe aufnehmen kann, die er jetzt in seiner Wachstumsphase ja gerade besonders dringend benötigt. Alles in allem steht es also nicht so besonders gut um unserem Krümel, doch wir wollen positiv bleiben. Drückt ihm bitte alle Daumen die ihr habt!

Wir werden natürlich weiter berichten.

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Update 04.06.2019:  Der kleine Kerl war ja am 1.6.2019 stationär aufgenommen worden, da er immer noch keinen Kot absetzten konnte. Deswegen wurde zweimal unter Narkose der Darm gespült und ausgeräumt, er bekam Infusionen und wurde überwacht.

Glücklicherweise hat Krümel diese Prozeduren gut überstanden, sodass er am 3.6.2019 entlassen und auf seine Pflegestelle umziehen konnte. Hier wurde er erst einmal gebadet, dann durfte sich der kleine Schatz erst einmal ausruhen und den Bauch vollschlagen. Nachdem er eine Runde geschlafen hatte, rockte er sein Pflegie-Zimmer und musste ausführlich beschäftigt und gekuschelt werden. Das fand er echt super, wie er mit lautem Schnurren signalisierte.

Am Dienstagmittag zauberte er ein breites Grinsen in das Gesicht seines Pflegefrauchens, denn er hatte selbstständig eine kleine Menge Kot abgesetzt. Natürlich ist das noch kein Grund zur Entwarnung, zumal die behandelnden Tierärzte von einer „vorsichtigen Prognose“ sprechen. 

Das bedeutet: Krümel braucht weiterhin viele gedrückte Daumen und Pfötchen.

Am Donnerstag steht die Nachkontrolle in der Klinik an.

Update: 06.06.19: Nachdem Krümel weiterhin nur minimal Kot absetzen konnte, haben wir ihn noch einmal in Tierklinik Duisburg-Kaiserberg vorgestellt. Dort ließen wir uns von einer der leitenden Tierärztinnen beraten, die das Pflegefrauchen einfach mal spontan vor Ort abgefangen hatte. Wir wurden noch einmal über die recht schlechte Prognose aufgeklärt, und es wurden in groben Zügen die Operationsmethoden erläutert, die eventuell möglich wären. Allerdings wurde uns noch kein konkreter Termin avisiert, sondern erst einmal ein Medikament erläutert, das die Darm-Motorik anregen soll. Anschließend wurde noch einmal der Darm ausgeräumt, und Krümel legte auf dem Rückweg zu seiner Pflegefamilie noch ein schönes Würstchen in die Box. Bei 40 Minuten Rückfahrt im Auto ein echter Traum. :-))
Wir haben uns daraufhin noch mal die Köpfe heiß geredet und uns umgehört und sind zu dem Entschluss gekommen, Krümel in Tierklinik Giessen vorzustellen. Hier warten wir noch auf den Rückruf.

Krümel ist weiterhin aktiv und gut gelaunt. Drückt weiterhin die Daumen.

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Update: 08.06.19: Zuerst einmal eine Erfolgsmeldung: Heute Morgen wurden zwei schöne Würstchen im Katzenklo entdeckt. Die Anpassung der Medikation sowie die erste Weitung des Rektums scheinen etwas bewirkt zu haben. 

Trotzdem bleibt immer noch abzuklären, was mit Krümel genau los ist und wie ihm am besten geholfen werden kann. Die Tierklinik Duisburg Kaiserberg hat erste Ideen präsentiert, aber wir haben uns entschieden, eine Zweitmeinung einzuholen. Also wurde fleißig telefoniert, es wurden Emails geschrieben und Befunde versandt. Und diese Bemühungen waren erfolgreich: Am Dienstag um 10 Uhr hat Krümel einen Termin in der Uni-Tierklinik Gießen. Geplant sind Röntgen sowie Ultraschall sowie eine anschließende Endoskopie des Darms, um die Situation genauer beurteilen und Engstellen von innen heraus weiten zu können. 

Drückt weiterhin die Daumen für den süßen und lebenslustigen Kerl. Wir werden berichten.

Noch eine Anmerkung in eigener Sache: Seid bitte nicht irritiert oder verärgert, wenn wir bislang nicht auf eure Kommentare reagiert haben. Ihr habt ja Austausch angeboten, Tierärzte, Kliniken und Futter empfohlen. Wir freuen uns total, dass ihr helfen und unterstützen wollt.

Für uns ist allerdings derzeit die präzise Diagnose vorrangig. Wenn wir genau wissen, was Krümel fehlt, werden wir super gerne in Austausch treten. Denn schließlich hat Schwarmwissen schon oft richtig viel gebracht. 

Habt also noch etwas Geduld. Vielen Dank!

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Update 11.06.19: Krümel wurde heute in der Tierklinik Gießen stationär aufgenommen. Eine Endoskopie ist leider nicht möglich, da das Rektum viel zu eng ist.

Es wird eine Erweiterung mit Ballon-Katheter versucht. Dabei besteht die Gefahr, dass die bestehende teilweise Inkontinenz zu einer dauerhaften, schweren Inkontinenz wird, da es sein kann, dass der Schließmuskel endgültig zerstört wird.

Dies wird sich erst im Laufe der nächsten Wochen zeigen. Auch, inwieweit die Inkontinenz zu managen ist.

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Update 16.06.2019:  Krümel ist am Freitag gut in seiner Pflegestelle angekommen, nachdem er die lange Fahrt ohne Meckern überstanden hatte. Als er sich nach seiner Ankunft kurz umgeschaut hatte, stellte er sein Schwänzchen auf und hopste erfreut los. Anschließend gönnte er sich eine ausgiebige Mahlzeit und schlief dann mit einem Kitten-Kugelbauch glücklich ein. Wenn man ihn so anschaut, denkt man gar nicht an seine großen gesundheitlichen Probleme und die Sorgen, die er uns bereitet hat (und noch bereitet). Er frisst hervorragend, sein Fell glänzt, die Augen leuchten, und er tobt, spielt und schmust wie alle anderen Katzenkinder. Krümels Kotabsatz funktioniert zuverlässig, allerdings nicht gesteuert. Das bedeutet, er verliert Kot, oder die Würstchen ragen aus seinem After heraus und müssen vorsichtig entfernt werden. Das findet er übrigens extrem doof, und es scheint ihm auch weh zu tun, was er mit lautem Protestgeschrei kund tut.  Trotzdem sind wir super zufrieden mit der Entwicklung und hoffen, dass sich hinsichtlich der Kontrolle der Ausscheidungen noch etwas tut. In sechs Wochen steht die Nachuntersuchung in Gießen an. Drückt weiterhin die Daumen. 

Wir bedanken uns im Namen von Krümel und der anderen Notfellchen für die Spenden und eure Anteilnahme. Das tut gut und motiviert uns sehr. 

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Update: 18.06.2019: Wie man Kitten und Menschen glücklich machen kann

Nachdem Krümel am Freitag wieder bei seiner Pflegefamilie angekommen ist, folgte die nächste freudige Überraschung: Sein Kotprofil ergab keine Infektionsgefahr für die vorhandene Katzengruppe. Und da diese geimpft und gesund ist, haben wir die Quarantäne mittlerweile aufgehoben. Dass dies möglich ist, ist einfach klasse, denn Krümel braucht gerade jetzt Katzengesellschaft, um kätzisch zu lernen und zu einem gut sozialisierten Kater zu werden. Die Erfahrungen, die er jetzt sammelt, sind absolut prägend. 

Zudem war der arme Kerl total unterfordert und hat sich fürchterlich gelangweilt. 

Als wir die Tür geöffnet haben, hat er sofort mit Vollgas die Wohnung sowie den (natürlich gesicherten) Balkon erkundet und fand alles voll super. Für ein paar Stunden sah seine Pflegefamilie nur eine flauschige Kugel vorbei sausen - interessiert beäugt von den vorhandenen Katzen. Mittlerweile ist Krümel völlig in die Katzengruppe integriert, spielt mit den jüngeren Katzen-Mädels und hat verstanden, dass es keine gute Idee ist, den großen Katern in den Po zu beißen. 

Keine Sorge, die haben ihn nur umgeschubst bzw. ihm einen Hieb ohne Krallen verpasst. 

Gesundheitlich ist Krümel weiterhin stabil und wird am Freitag zur Verlaufskontrolle und zum Chipen beim Tierarzt vorgestellt. Der Kotabsatz klappt. Allerdings ist er weiterhin nicht gesteuert, sodass Krümels Po regelmäßig gereinigt werden muss und häufigeres Wischen des Bodens erforderlich ist. Ins Bett darf Krümel auch, wenn sein abendliches Sitzbad (unter großem Protestgeheule) beendet ist. 

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Update: 11.07.2019: Der will ja nur spielen.. Oder wenn es Sorgenfellchen schon fast zu gut geht

Krümel, der ja als echter Notfall mit extrem schlechter Prognose zu uns kam, entwickelt sich zu einem echten Lausbuben. Er weckt seine Pflegefamilie mit kräftigen Bissen in die Füße, rauft ausgiebig mit seinen Kumpelinen, zerstört Sachen, klettert überall hinein und ist immer dabei. Eben ein Jungtier, das tüchtig Flausen im Kopf hat und seine Grenzen austestet. Und auch wenn man ihn deswegen manchmal dorthin wünscht, wo der Pfeffer wächst und laut aufstöhnt, überwiegt doch eins: Die große Freude darüber, dass es ihm so unfassbar gut geht!

Er braucht zwar weiterhin zweimal täglich Dulcosoft, aber damit funktioniert der Kotabsatz zuverlässig. Die Situationen, in denen nach dem Toilettengang noch Kot aus dem After hängt und Krümel ihn dann auf dem Boden verliert, werden seltener. Baden müssen wir ihn nur noch ganz selten, und der After ist wunderbar abgeheilt. 

Nächste Woche wird Krümel nachgeimpft, für den 25.7. ist die Kastration geplant, und am 7.8.2019 fahren wir wieder nach Gießen, damit die Verlaufskontrolle durchgeführt werden kann. So, wie es derzeit aussieht, muss Krümel dann nicht stationär bleiben, sondern kann an diesem Tag eine Serie an Untersuchungen durchlaufen und natürlich seine Fans begrüßen. 

Wir werden selbstverständlich berichten. 

Da die geplanten Maßnahmen ein weiteres großes Loch in die Vereinskasse reißen werden, wären wir für Spenden außerordentlich dankbar. 

https://maine-coon-hilfe.de/de/ihre-hilfe/spenden

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Update: 23.07.2019: Mittlerweile ist er fit genug, um Ausschau nach einem tollen Für-Immer-Zuhause für diesen zauberhaften Rabauken suchen zu können. Dass wir herbei sehr spezifische Kriterien anlegen müssen und uns die potentiellen Adoptanten noch genauer anschauen müssen als wir es sonst tun, sollte nachvollziehbar sein.

Krümel ist ein gut gelauntes und ausgesprochen selbstbewusstes Jungtier, der momentan intensiv seine Grenzen austestet. Das bedeutet, er klaut Essen, weckt seine Pflegefamilie mit herzhaften Bissen in die Füße, klettert überall rein und checkt bei seinen Katzenkumpels und -kumpelinen, wie weit er gehen kann. Dass er sich dabei auch mal eine kräftige Abreibung einfängt, stört ihn recht wenig. Er schüttelt sich dann, spuckt ein paar Fellbüschel aus und startet die nächste Rauferei. Eben das, was Kitten und Halbstarke so tun – insbesondere dann, wenn sie (wie Krümel) zu früh von der Mutter getrennt wurden. Wenn Krümel nicht gerade Unsinn ausheckt, schmust er ausgiebig und ist unglaublich gerne in der Nähe seiner Menschen. Kinder kennt er aus seiner Pflegefamilie nicht, aber wir denken, dass ihm ein lebendiges Umfeld richtig viel Spaß machen könnte. 
An katzenverträgliche Hunde kann er mit Sicherheit gewöhnt werden.

Wie alle Jungtiere benötigt Krümel (altersmäßig passende!) Katzengesellschaft. In seinem Fall sollte mindestens ein junger, robuster, rauflustiger und gut sozialisierter Kater vorhanden sein.

Nun zu den besonderen Voraussetzungen: Bevor Krümel endgültig in die Vermittlung geht, wird er noch einmal in Gießen vorgestellt. Aktuell funktioniert der Kotabsatz gut, sodass wir keine bösen Überraschungen erwarten. Trotzdem ist auf lange Sicht nicht auszuschließen, dass es zu einem Rezidiv kommt oder die reduzierte Darm-Motorik zu massiven Problemen (Darmverschluss) führt. Durch eine angepasste Ernährung sowie die regelmäßige Gabe von Dulcosoft kann dem vorgebeugt werden, aber dennoch ist nicht auszuschließen, dass es zu Problemen kommt, die ggf. eine extrem teure Behandlung erforderlich werden lassen. Das muss man wissen und entsprechende Rücklagen schaffen, denn dieses Problem wird jede Versicherung ausschließen. 
Darüber hinaus möchten wir Krümel auch nicht in eine große Katzengruppe (mehr als vier Tiere) vermitteln, denn der Kotabsatz ist in einer kleineren Gruppe besser zu kontrollieren.

Er wird nicht ungesicherten Freigang vermittelt!

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Update: 05.08.2019: Hallo Leute,

Mein Pflegefrauchen hat mich gebeten, heute mal die Neuigkeiten mitzuteilen. Denn es gibt so einiges zu berichten. 

Zuerst hatte ich noch mal so einen doofen Pieks bekommen, damit ich nicht krank werde. Die Menschen sagen Impfung dazu, glaube ich. 

Eine Woche später durfte ich total lange nichts fressen (hat sich auf jeden Fall so angefühlt, denn ich fresse ja total gerne). Natürlich habe ich mich darüber lautstark beschwert, aber irgendwie hat meine Pflegefamilie gar nicht auf mich gehört. Voll gemein. Dann musste ich mal wieder in die Box und wurde mit dem lauten Brummdings zum Tierarzt gefahren. Dort habe ich wieder einen Pieks bekommen und wurde dann total müde. Als ich wieder aufgewacht bin, habe ich mich voll erschrocken. Meine Bommel waren weg. Einfach geklaut! Aber die Menschen haben sich gefreut, dass ich die Kastration (komisches Wort) so gut überstanden habe. 

Diese Woche machen wir noch mal einen Ausflug mit dem Brummdings, hat mein Pflegefrauchen erzählt. Die lieben Tierärztinnen und Tierärzte in der Tierärztlichen Hochschule Gießen wollen mich nämlich noch mal treffen. Dann kann ich denen mal zeigen, wie groß ich geworden bin und wie super ich Würstchen machen kann. 

Ich muss zwar noch zweimal täglich so doofe Medizin schlucken, aber damit klappt das perfekt. Ich habe mir übrigens einen Trick ausgedacht, mit dem ich noch besser auf´s Klo gehen kann: Ich stelle mich aufrecht hin und stütze meinen Vorderpfoten an der Wand ab. 

Ach ja: Ich habe in den letzten Wochen kein einziges Würstchen mehr verloren. Ist alles im Katzenklo gelandet. Toll, nicht wahr?

Ich soll noch mal Danke für eure Spenden sagen. Und wenn ihr trotz Urlaubszeit noch den einen oder anderen Euro übrig habt: Die Maine Coon Hilfe e.V. freut sich. Und ich natürlich auch. 

https://maine-coon-hilfe.de/de/ihre-hilfe/spenden

Bis bald, euer Krümel.

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Update: 07.08.2019: Etwas kann nur gut enden, wenn man es versucht.

So oder so ähnlich könnte man die Grundhaltung beschreiben, die Krümel letztendlich das Leben gerettet hat. Dass uns der quirlige, gut gelaunte Chaot jetzt aus wachen Augen anschaut, grenzt an ein Wunder. Der heutige Kontroll-Termin in Gießen ist hervorragend gelaufen. Alle waren begeistert von Krümels Entwicklung.

Dieses Wunder wäre nicht möglich gewesen, wenn Krümel in unerfahrene Hände gekommen wäre, wenn man den Rat befolgt hätte, einfach mal abzuwarten und wenn man den Aussagen geglaubt hätte, dass es keine Möglichkeiten gäbe, ihm zu helfen. 

Krümel hat einfach unfassbares Glück gehabt. Viele Leute haben gemeinsam gedacht und nach Wegen gesucht, um diesem besonderen Sorgenfellchen zu helfen. Hier wurden keine Kosten gescheut, und das Ganze hat sehr viel Zeit, einige Tränen und eine Menge Energie gekostet. Das war alles nur als Team, als gemeinsame Aktion der MCH-Familie zu stemmen, zu der auch viele tolle Menschen gehören, die uns unterstützen - jede(r) im Rahmen ihrer/seiner Möglichkeiten. Und dazu gehören keineswegs nur die Spenden und Mitgliedsbeiträge, sondern auch eure lieben Worte und das Gefühl, dass ganz viele Leute mit Krümel mitfiebern. Das tut uns Menschen gut, das lässt uns weiter machen. Krümel ist auf dem besten Weg in ein tolles Katzenleben und sucht jetzt nach seinem Für-Immer-Zuhause. 

Wir bedanken uns in seinem Namen bei euch. Ihr seid klasse!

Das nächste Sorgenfellchen kommt bestimmt. 

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