Kater Grey - PLZ 41564 - vermittelt (zus. mit Emma)

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Geb.-Datum: ca. 9. Mai 2018 (Fundkater)
Geschlecht: kastrierter Kater
Farbe: blue smoke
Kennzeichnung: Chip
Wesen: Menschenbezogen und verschmust, verträglich, aufgeweckt und verspielt
Gesundheit: Entwurmt, geimpft, FIV/FeLV negativ
Zustand nach Notoperation wegen Darminvagination,
Ventrikel-Septum-Defekt (kleines Loch zwischen den Herzkammern)
Haltung: reine Wohnungshaltung, gerne mit ges. Balkon/Garten, keine Einzelhaltung, kein Trockenfutter
eingestellt am: 08.11.2018

 

Die komplette Geschichte von unserem Sorgenfellchen Grey findet ihr komplett unten anhängend, hier die kurze Zusammenfassung: Er wurde ausgesetzt und musste sofort nach Übernahme wegen einer Darminvagination notoperiert werden. Nach diesem Eingriff und mehreren Klinikaufenthalten hat er sich mittlerweile wunderbar erholt. Allerdings hat sich jetzt herausgestellt, dass bei Grey ein kleines Loch zwischen den Herzkammern vorliegt. Aktuell braucht er keine Medikamente, und zeigt keinerlei Beeinträchtigungen, was Ausdauer und Belastbarkeit angeht. In sechs Monaten muss eine Nachkontrolle bei einem Fachtierarzt für Kardiologie erfolgen, und wir hoffen sehr, dass das Loch bis dahin zugewachsen ist. Falls nicht, wird Grey Medikamente benötigen.

Trotz dieses holprigen Starts ins Leben entwickelt sich Grey immer mehr zu einem verspielten, chaotischen und ganz besonders menschenbezogenen Jungkater, der wunderbar in die Katzengruppe der Pflegefamilie integriert ist und sich mit allem und jedem versteht. Er ist ein sanfter Riese, der mit Sicherheit ein sehr imposanter Kater wird. Schon jetzt überragt er die erwachsenen Kater seiner Pflegefamilie deutlich, und man kann quasi zusehen, wie er wächst. Als Halbstarker testet er aktuell gerne seine Kraft aus und rauft mit seinen Katzenkumpels. Die müssen also gelassen genug sein und selbst gerne rangeln und raufen. Deswegen geben wir Grey nur in Katzengesellschaft ab, wobei mindestens ein ungefähr gleichaltriger, allerhöchstens zweijähriger Kumpel (oder eine extrem robuste Kumpeline) vorhanden sein sollte.

Gerne würde Grey seine Freundin Emma mitbringen, aber das ist keine Bedingung. Die beiden verstehen sich super, finden aber auch andere Katzen klasse, sodass quasi reihum gespielt und gekuschelt wird.

Grey kann super apportieren und fängt an, Sitz und Platz zu üben. Das ist bestimmt ausbaufähig, denn er hat richtig Spaß an solchen Übungen. Zudem ist Grey extrem verfressen, also bestechlich.

Wenn Grey nicht gerade im Rauf- und Spielmodus ist, ist er unglaublich sanft und ein totaler Kampfschmuser. Er schläft super gerne mit im Bett und sucht den engen Körperkontakt zu seiner Pflegefamilie, wobei er sich nie aufdrängt, sondern allmählich immer näher heranrutscht. Grey möchte nicht bedrängt werden und lässt sich durch Hektik und Lärm leicht verunsichern. Deswegen wünschen wir uns eine Familie für ihn, in der die Kinder – falls vorhanden – mindestens im Teenageralter sind.

Die Abgabe erfolgt nach positiver Vorkontrolle mit Schutzvertrag und gegen eine Schutzgebühr von 400 Euro (Grey).

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Wenn Tierhalter nicht mehr weiter wissen - und den denkbar schlechtesten Ausweg wählen

Am 25.7.2018 kam der kleine Grey in die Obhut der Maine Coon Hilfe e.V. . Wegen laufender Ermittlungen (er wurde ausgesetzt) können wir keine Auskunft zu seiner genauen Herkunft geben.

Bei seiner Ankunft war klar, dass Grey schwer krank ist. Er war schrecklich abgemagert und dehydriert. Aufgenommenes Futter erbrach er sofort wieder. Er wurde deswegen sofort in eine Tierklinik gebracht und notoperiert, da eine Darminvagination mit Darmverschluss vorlag. Seine Chancen, diesen großen Eingriff zu überleben, standen sehr gering. Aber Grey hat die OP gut überstanden. Schon einen Tag später konnte er entlassen werden und wird nun von seiner Pflegefamilie aufgepäppelt und behandelt. Grey hat sogar schon Kot abgesetzt, sodass erkennbar ist, dass der Darm wieder seine Arbeit aufgenommen hat.

Natürlich ist sein Zustand weiterhin kritisch, und er muss engmaschig beobachtet sowie regelmäßig tierärztlich vorgestellt werden. Aber er frisst, spielt und schmust schon wieder, und das ist ein gutes Zeichen. Wir werden weiter berichten.

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Update: 08.08.2018: Am Samstag Morgen hatten wir eigentlich schon einen Entwurf verfasst, um ganz begeistert von Greys tollen Fortschritten zu berichten. Er hatte sich nämlich ganz wunderbar von dem großen Eingriff erholt, fraß super (natürlich nur die erlaubten kleinen Mahlzeiten), spielte und schmuste und war mega neugierig. Ganz so, wie man sich ein gesundes Kitten vorstellt.

Leider währte unsere Freude nur kurz, denn am Samstag Mittag erbrach sich Grey schwallartig. Sein Pflegefrauchen fuhr sofort mit ihm in die nahe gelegene Tierklinik. Vor Ort brach Greys Kreislauf völlig zusammen, sodass wir schon dachten, der Süße trete den Weg über die Regenbogenbrücke an.

Aber glücklicherweise konnte Grey wieder stabilisiert und am Montag in eine andere Tierklinik verlegt werden. Hier wird er weiterhin stationär betreut, denn unser Sorgenfellchen hat hohes Fieber entwickelt und möchte weiterhin nicht selbständig fressen. Der Ursache wird noch auf den Grund gegangen.

Unsere erste Befürchtung, dass eine erneute Darminvagination vorliegt, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Trotzdem ist Greys Zustand weiterhin ernst, sodass wir ganz viele gedrückte Daumen und Pfoten benötigen. Wir machen uns ganz schreckliche Sorgen um den kleinen Kerl, der übrigens bereits alle Klinikmitarbeiter um seine großen Plüschpfoten gewickelt hat.

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Update: 09.08.2018: Grey ist jetzt stabil, er frisst, trinkt und spielt.

Er wird weiterhin antibiotisch behandelt und aufgepäppelt. Grey benötigt noch Spezialfutter (aktuell a/d, gemischt mit Macs Monoprotein), es sind regelmäßige Ultraschallkontrollen erforderlich, und das Blutbild muss kontrolliert werden. 

Update: 13.08.2018:  Grey musste bis Mittwoch stationär behandelt werden. Er wurde weiterhin infundiert und bekam fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente. Außerdem wurde ein zweites Antibiotikum angesetzt, da seine Darm-Lymphknoten verdickt waren. Das zweite Antibiotikum war auch deshalb erforderlich, weil während der Notoperation in der ersten Tierklinik ein Stück Darm gerissen war. Das war uns - aus welchen Gründen auch immer - verschwiegen worden.

Nach seiner Entlassung ging es Grey zuerst gut, aber am Donnerstag Abend bekam er wieder hohes Fieber. Also ließen wir ihn noch einmal stationär aufnehmen, damit die Infusionstherapie fortgesetzt werden konnte. Glücklicherweise erholte er sich schnell, sodass er am nächsten Tag wieder zurück zu seiner Pflegefamilie durfte. Hier erholt er sich allmählich, bekommt weiterhin zwei Antibiotika sowie Mittel gegen Fieber und Schmerzen. Aber vor allem bekommt Grey ganz viel Liebe, Streicheleinheiten und gutes Futter, damit der kleine Kämpfer sich weiter erholen kann. Er ist insgesamt stabiler, aber man merkt deutlich, dass er noch einen laben Weg vor sich hat, bis aus ihm ein gesundes Katzenkind wird. Er schläft noch viel und jammert beim Berühren des Bauches, wenn die Wirkung des Schmerzmittels nachlässt. Aber er hat ja auch viel hinter sich, der kleine Kämpfer.

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Update: 18.08.2018: Die vielen guten Wünsche sowie die gedrückten Daumen und Pfötchen scheinen Grey richtig geholfen zu haben. Er ist weiterhin stabil und wird allmählich wieder zu einem zuckersüßen, mega neugierigen und verspielten Jungspund, der (fast) nur Blödsinn im Kopf hat. Er genießt das Zusammensein mit seinen Katzenkumpels und -kumpelinen und schläft jede Nacht im Bett seines Pflegefrauchens. Diese wird auch jeden Morgen mit herzhaften Bissen in die Zehen geweckt, wobei sich Grey und Tom abwechseln. Schließlich müssen die Menschen ja auch daran erinnert werden, die Näpfe aufzufüllen. Es ist unglaublich, was in solche Heranwachsenden hinein passt.

Noch bekommt Grey Antibiotika, aber mittlerweile benötigt er weder Schmerzmittel noch Fiebersenker. Er frisst sehr gut und bekommt allmählich eine normale Figur und glänzendes Fell. Noch vor einer Woche hatte er struppiges Fell und einen Kugelbauch, während man gleichzeitig jede Rippe fühlen konnte. In der kommenden Woche steht eine Ultraschallkontrolle des Darms an.

Bei der Gelegenheit werden wir die nächsten Schritte (Kastration, Impfen etc.) planen - vorausgesetzt, es ist alles in Ordnung.

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Update 27.08.2018: Vom sterbenden Schwan zur munteren (fast-schon) Schönheit

Wenn man sich Grey heute so ansieht und ihm im Alltag erlebt, könnte man fast schon vergessen, in welchem Zustand er war, als er in die Obhut der Maine Coon Hilfe gekommen ist. Nur sein rasierter Bauch, ein leichtes Untergewicht und der Geruch seines Outputs lassen erahnen, dass der Süße richtig krank war, ja ohne Operation gestorben wäre. Mittlerweile benötigt Grey keine Antibiotika mehr, sodass wir schrittweise seine Darmflora aufbauen können. Gegen das Untergewicht arbeitet er selbst aktiv an, indem er Unmengen an hochwertigem Nassfutter vertilgt. Sein Pflegefrauchen setzt mittlerweile Hundenäpfe ein, damit genügend Futter auf einmal hineinpasst, denn ansonsten wird alles eingeatmet, um sofort wieder laut nach Nachschub zu schreien (soweit man das coonische Piepsen so bezeichnen darf).

Die Nachkontrolle beim Tierarzt hat Grey bravourös bestanden, und er war tatsächlich so fit, dass er geimpft und gechippt werden konnte. Übrigens unter lautem Schnurren. Der Kerl ist einfach unfassbar cool. Diese Coolness zeigt er auch in der Katzengruppe, sodass Grey super schnell integriert wurde. Er tobt mit den Jüngeren herum, rangelt mit ihnen, spielt Fangen und fetzt durch die Rascheltunnel. Auch geht er super liebevoll mit der Kleinsten im Bunde um (650 Gramm, Handaufzucht) und weicht den älteren Katern aus, die keine Lust auf Chaos haben.

Menschen gegenüber ist Grey ausgesprochen sanft. er schläft sehr gerne mit im Bett (im engen Körperkontakt und mit Dauerschnurren) und hat noch nicht einmal gefaucht, geknurrt oder gebissen.

Übernächste Woche steht die Kastration an, und wenn sich alles weiterhin so wunderbar entwickelt, können wir allmählich auf die Suche nach einem tollen Für-Immer-Zuhause gehen.

Ach ja: Die Polizei hat die Ermittlungen mittlerweile eingestellt. Wir werden also vermutlich nie erfahren, wer Grey ausgesetzt hat, anstatt Hilfe zu suchen.

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Update: 03.09.2018: Grey ist mittlerweile wieder richtig fit und benimmt sich so, wie man es von einem Kater im schönsten Flegelalter erwartet. Am Samstag wurde er kastriert. Grey rauft mit seinen Katzenkumpels, steckt überall seine Neugiernase rein, hat immer wieder seine verrückten fünf Minuten (eher 20) und hat eigentlich immer gute Laune.

Und aus dem schrecklich abgemagerten Katerchen mit dem traurigen Blick wird ein großer Kerl mit wachen, leuchtenden Augen, die allmählich ein leuchtendes orange annehmen. Die Geisterzeichnung seines Fells verschwindet immer mehr, und Grey scheint doch ein blue smoke zu werden. In seine großen Fledermausohren wird er bestimmt noch hineinwachsen, da sind wir ganz zuversichtlich. Denn schließlich tut Grey alles dafür, dass er groß und stark wird.

Eigentlich wäre Grey also bald auszugsbereit, aber wir mussten ein wenig umdisponieren, da sich der Süße bei seiner Pflegefamilie in die kleine Emma verliebt hat. Dieses Dream-Team möchten wir auf keinen Fall trennen, sodass wir Emmas Kastration (ab dem 20.10.) abwarten möchten, bevor beide Ende Oktober ausziehen können (siehe separater Eintrag).

Update 17.09.2018:  Grey wächst und gedeiht und entwickelt sich zu einem gut gelaunten Jungspund, der nur Blödsinn im Kopf hat. So werden Arbeitsmaterialien, Übungshefte und Tests angeknabbert, und sein Pflegefrauchen muss den SchülerInnen und ihren Eltern die spezifische Deko erklären. Essen wird verschleppt, es werden - den älteren Katzen gegenüber Grenzen getestet (und die Quittung kassiert) - kurzum: Grey benimmt sich wie jeder andere Jungkater. Wenn er nicht mit Blödsinn machen beschäftigt ist, schmust er ausgiebig mit seiner Pflegefamilie, schläft gerne in engem Körperkontakt und kuschelt mit seiner Freundin Emma.

Ende der kommenden Woche wird Grey nachgeimpft, dann braucht er hoffentlich in den nächsten Monaten nicht mehr zum Tierarzt.

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Update: 04.10.2018: 

Grey und seine Freundin Emma wachsen und gedeihen. Aber sie tun ja auch weiterhin alles, damit sie groß und stark werden. Besonders Grey verputzt weiterhin Unmengen an hochwertigem Nassfutter, sodass der Futter- und Streu-Umsatz seiner Pflegestelle gigantisch ist. Aber das Ganze hat den großen Vorteil, dass Futtervorräte aufgebraucht werden können, die durch mäkelige eigene Katzen und Pflegies entstanden sind. Egal, welche Fleischsorte. Egal, welche Größe der Dosen: Grey inhaliert alles.

Von dem schmächtigen Kerlchen ist wirklich nichts mehr zu sehen, und mittlerweile überragt Grey bereits den großen Olli (stattlicher Hauskater), mit dem Grey übrigens mindestens ebenso gerne rauft wie mit Emma. Mit seinem großen Kumpel geht unser Blaubär allerdings weniger vorsichtig um als mit seiner kleinen Freundin. Olli hört man recht oft quieken. Aber als bewährter Sozialarbeiter und Ersatzpapa weist er Grey immer wieder in seine Schranken, sodass der Rüpel lernen wird, wo seine Grenzen sind. Hoffen wir zumindest ;-)

Die ersten Interessenten waren schon zu Besuch, aber es dauert ja noch etwas, bis die Vermittlung in die heiße Phase geht. Emma muss ja vorher noch kastriert werden und ist aktuell noch zu jung. Hinzu kommt, dass bei Greys zweitem Impftermin ein Herzgeräusch festgestellt wurde. Noch sehen wir das sehr gelassen, denn sehr oft wird etwas gehört, ohne dass sich im Zuge der weiteren Diagnostik ein Befund ergibt. Aber natürlich haben wir einen Termin bei einem Fachtierarzt für Kardiologie vereinbart, um Grey genauer untersuchen zu lassen. Leider müssen wir darauf etwas warten, denn die Terminbücher guter Kardiologen sind voll.

Dass diese erneute klinische Vorstellung ein weiteres Loch in die Vereinskasse schlagen wird, brauchen wir nicht zu erwähnen.