Duo Bärchen & Gustl - vermittelt

quietsch gustl

Geburtsdatum:

12.04.2015
21.05.2015

Geschlecht:

kastrierte Kater

Farbe: 

bluetabby / blue-white

Kennzeichnung: 

Chip

Wesen: 

anhänglich, verschmust, verspielt, verwöhnt

Gesundheit: 

geimpft, entwurmt, FIV/FeLV-neg., HCM-geschallt

eingestellt am: 

07.03.2016

Bärchen und Gustl suchen zusammen ein neues Zuhause

Bärchen kam am 12.04.2015 mit einem angeborenen Leberschaden, einem sog. Lebershunt, auf die Welt, wurde von uns im Alter von 12 Wochen übernommen, am 26.10.2015 in der Uni Gießen operiert und am 24.02.2016 nach der 2. Kontrolluntersuchung als „geheilt" entlassen. Die ganze Geschichte von Hoffen und Bangen können Sie hier nachlesen (da gibt's auch noch mehr Bilder).

Als Bärchen (auch bekannt als „der Quietsch") damals zu mir in Pflege kam, waren wir mitten in umfangreichen Renovierungsarbeiten und er sofort zuhause auf dem Abenteuerspielplatz: Malerfolie auslegen, Abdeckband anbringen, Möbel rutschen, Leiter klettern. Farbrollen, Pinsel und die Plastikspitzen der Silikonkartuschen fand er klasse, musste aber leider auch die Erfahrung machen, dass die Oberflächenspannung von Wandfarbe im Eimer nicht ausreicht, um einen kleinen Kater zu tragen. Auch beim Aufbau unserer neuen Möbel war er stets sehr hilfsbereit und sortierte gewissenhaft Schrauben und Dübel.

Nach wie vor findet er es total spannend, wenn irgendwo im Haus irgendwas gewerkelt und gebaut wird, da ist er immer mittendrin statt nur dabei. Inzwischen hat er auch seinen Kumpel Gustl angelernt und ich konnte die 2 Jungs letzte Woche beobachten, wie sie mein eben mühsam angebrachtes Abdeckband penibel wieder abfummelten.

Der kranke Quietsch musste ja eine ganze Zeit lang überwiegend vegetarisch ernährt werden, was zur Folge hat, dass er auch heute noch ein echter Allesfresser (nass, trocken, roh, Hundefutter, Menschenessen) ist. Auch da hat sich Gustl ganz viel abgeschaut und ist fast noch schlimmer als Bärchen. Beide klauen skrupellos nicht nur die Wurst vom Brot, sondern das komplette Abendessen, wenn man nicht aufpasst.

Eigentlich gehen unsere Pflegekatzen nicht in den gesicherten Garten raus, weil man – wenn sie die Freiheit mal „derschmeckt" haben - für sie auch einen Gartenplatz suchen muss und die gibt es aber leider nicht soo oft. Bei Bärchen war das etwas anderes - keiner wusste, ob er die OP überleben würde, aber wir wollten, dass er sein (vielleicht recht kurzes) Leben in vollen Zügen genießt.

Wir haben ihn also ziemlich verwöhnt und er meint immer noch, alles haben/machen zu dürfen. Aber durch das ständige Bemuttern, Rumziehen, die tägliche Medikamentengabe und die vielen Tierarztbesuche ist er auch ein extrem händelbarer Kerl, der ohne zu jammern stundenlang Auto fährt, beim Tierarzt im vollen Wartezimmer völlig relaxt auf Mamas Schoß sitzt und mitleidig die anderen Hunde und Katzen beobachtet, um sich dann mit einer Eselsgeduld von Kopf bis Fuß untersuchen zu lassen.

Im Prinzip ist Gustl der gleiche Typ wie Bärchen, zwar doch etwas kleiner und zarter (der Perseranteil...), dafür aber umso wendiger, eleganter, deutlich leichtfüßiger und mindestens genauso zäh, wenn es ums Raufen und Toben geht. Natürlich schlafen die zwei auch im Bett, der Gustl am liebsten in den Kniekehlen, Armbeugen oder anderen Kuhlen. Bärchen liegt meist irgendwo am Fußende oder quer über dem menschlichen Hals (bei aktuell 4,6 kg führt das manchmal zur Atemnot).

Unser großer Wunsch wäre es, wenn Bärchen und Gustl zusammen in eine neue Familie ziehen dürften, die ihnen ebenso verfallen ist wie ich es bin. Die sich nicht über 2 penetrant aufdringliche Kater beschweren, sondern den beiden jeden Wunsch von den Augen ablesen. Im neuen Zuhause dürfen gerne schon andere Katzen und/oder auch Hunde leben. Ein (gut!) gesicherter Garten muss vorhanden sein.

Gesundheitlich steht Bärchen anderen Katzen in nichts nach, der Professor der Uni Gießen hat mir auf Nachfrage noch einmal bestätigt, dass das Risiko einer Lebererkrankung nicht höher ist, als das jeder anderen Katze.

Eine Abgabe wird ungefähr ab Mitte April möglich sein, weil Bärchen noch geimpft und Gustl kastriert werden muss. Ein letzter Kontrolltermin (Ultraschall Organe und Herz) in der Uni Gießen muss im Oktober dieses Jahres stattfinden.

Abgabe erfolgt wie immer nach Vorkontrolle mit Schutzvertrag und gegen eine Schutzgebühr von 250 Euro pro Kater nur in reine Wohnungshaltung mit gesichertem Garten.

Bärchen bringt natürlich alle Untersuchungsergebnisse (Blutbilder, Röntgen, Ultraschallergebnisse, etc.) und Rechnungskopien mit ins neue Zuhause.

Am 16.04.2016 sind Gustl und Bärchen, die 2 Quietschis nach Holzkirchen zu Gernot und Kater Noris umgezogen.

 

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