Chihuahua Daisy

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Daisy (1,5 Jahre alt) ist ein junges Chihuahua-Mädchen, das wir zusammen mit vielen Katzen letztes Jahr bei uns aufgenommen haben. Sie ist ein sogenannter "Teecup- oder Mini-Chihuahua", sehr klein und bringt gerade mal 1100 g auf die Waage. Weil sie so ein süßer Fratz ist, hat sie natürlich schnell ein neues Zuhause gefunden, in einer Familie, wo schon Chihuahuas leben.

Von Anfang an zeigte sie leichte motorische Störungen an den Hinterbeinen, was wir auf die Mangelernährung, zu wenig Muskulatur und evtl. deformierte Kniescheiben geschoben haben. Diese motorischen Störungen nahmen allerdings im Lauf der letzten Monate sehr stark zu, Daisy konnte nur mehr schlecht als recht laufen, manchmal fiel sie einfach um, daher vereinbarten wir einen Termin bei unserem Chirurgen, um eine evtl. Kniescheiben- (Patella) OP zu besprechen.

Nach einer kurzen Untersuchung stand fest, dass beide Patellas auf der Innenseite der Beine sitzen und operiert werden müssen, aber dass das nicht das einzige Problem der kleinen Hündin ist. Der Tierarzt stellte den Verdacht "Wasserkopf" (Hydrocephalus) in den Raum und empfahl, eine MRT an der Uni Leipzig durchführen zu lassen um abzuklären, was genau in dem kleinen Kopf los ist, wie und ob man das "reparieren" kann.

Die MRT an der Uni Leipzig brachte zwar Klarheit, aber auch eine schlimmere Diagnose, als wir befürchtet haben: Daisy hat einen mittel- bis hochgradigen Hydrocephalus, außerdem hat sich zwischen zwei Gehirnteilen, die normaler Weise flach aneinander liegen eine wassergefüllte Zyste gebildet, die auf das Kleinhirn drückt. Die Patella Luxation stufte der Neurologe im höchsten Grad IV ein.

Sowohl den Wasserkopf, als auch diese Zyste kann man mittels einem Schlauch, der permanent unter die Haut gelegt wird, "entwässern". Allerdings gibt es für diese OP wenig Erfahrungswerte und keinerlei Garantien, es kann zu Komplikationen kommen und gerade bei so kleinen Hunden birgt jede OP Risiken.

Wenn bei der OP alles glatt läuft, würden Kosten von ca. 1000 Euro entstehen, dazu kämen 2 Schläuche für jeweils ca. 500 Euro. Die Patella-OP würde mit nochmal ca. 800 Euro zu Buche schlagen. Für die Voruntersuchungen und die MRT sind bisher Kosten von ca. 1200 Euro aufgelaufen.

Wir würden die Familie gerne unterstützen und wenigstens einen Teil der Kosten übernehmen, daher bitten wir Sie um Ihre Unterstützung, damit die kleine Hündin eine Chance auf ein gesundes und gutes Leben bekommt.

Leider hat Daisy es nicht geschafft... An Ostern ging es mit ihrem Allgemeinzustand immer mehr bergab, erst wollte sie nicht mehr raus, nicht mal in den Garten, dann wollte sie gar nicht mehr aus ihrem Körbchen raus, hat völlig unkontrolliert unter sich gemacht, wollte sich nicht mehr bewegen, stellte dann das Fressen ein. Am Donnerstag, den 12.04.2012, war es so schlimm, dass sie nur noch völlig apathisch im Körbchen lag, man sah ihr deutlich an, dass sie einfach nicht mehr konnte, nicht mal das kleine Schwänzchen wollte sich mehr bewegen. Donnerstag Nachmittag wurde Daisy erlöst und hat nun ein kleines Grab im Garten der Besitzer.

Tagebuch von Daisy, geschrieben von Silvia als pdf

 

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