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Lockdown und die „Ware Tier“

Wie viele andere Tierschutzorganisationen blicken wir sorgenvoll auf das, was sich gerade in Verkaufsportalen tut. Die Preise explodieren (besonders bei den Verkäufen von Kitten aus Schwarzzucht), und sehr viele Leute sind auf der Suche nach tierischen Familienmitgliedern. Natürlich sind auch wir der Ansicht, dass ein Leben ohne Katzen möglich, aber sinnlos ist. Aber leider lassen viele der Gesuche erkennen, dass die Leute sich im Vorfeld nicht gut über Katzen und ihre Bedürfnisse informiert haben. Das scheint aber vielen Verkäufern egal zu sein, und so kommt es vor, dass Tiere nach ein bis zwei Wochen weiterverkauft werden. Auch das gelingt derzeit mit einem unfassbaren Tempo. Nur in absoluten Ausnahmefällen sind Katzen länger als ein paar Stunden online.

In den weitaus meisten Fällen können die Aktiven und weiteren Unterstützer*innen dem Treiben nur fassungslos zusehen. Es wird eine riesige Welle an Abgabetieren und ausgesetzten Tieren auf die Tierschutzvereine zurollen, wenn Home Office, Home Schooling und Lockdown wieder zurückgefahren werden. Erste Tendenzen sind bereits erkennbar, die Zahl der Verkäufe steigt.


Was wir aktuell tun, und was ihr auch tun könnt:

Meldung der Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen der Portale (Abgabe von Kitten unter 12 Wochen), Deckanzeigen. Hier hat es sich bewährt, den Nutzern zu folgen, denn sie sind sehr hartnäckig.

Bitten an die Verkäufer*innen unkastrierter, halbstarker und erwachsener Katzen, sie vor dem Verkauf kastrieren zu lassen.

Versuche, bei den Weiterverkäufen von Katzen mit Stammbaum die Ursprungszüchter mit ins Boot zu holen.

Angebot eines Schutzvertrages, Tipps für die Vermittlung (das neue Zuhause anschauen, Personalausweis zeigen lassen, auf das Bauchgefühl hören).