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VOR der Vermittlung:
Wenn Sie diese Fragen alle mit JA beantworten können, dann müssen Sie sich nur noch über Folgendes im Klaren sein: Eine Katze macht neben viel Spass auch Dreck. Sie verliert Haare und verteilt die Katzenstreu gleichmäßig in der Wohnung, natürlich auch in Ihrem Bett. Wenn Sie sich sicher sind, was mit einer Katze alles auf Sie zukommen kann und Sie sich auf das Abenteuer Katze einlassen möchten, dann werden Sie gerade mit einer Maine Coon eine tolle Partnerin bekommen, die weder falsch noch hinterlistig ist, sondern anhänglich und treu, lieb und sozial zu allen anderen Lebewesen, intelligent und verspielt, schmusig und verträumt, gesprächig und gelehrig, einfallsreich und gewitzt. Ein „Gentle Giant“ eben und manchmal halt auch ein kleiner Saubär… |
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Vermittlung und Tipps zur Haltung - Grundsätzliches zur Vermittlung |
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Grundsätzliches zur Vermittlung: Unsere Pflegekatzen werden nicht in Einzeltierhaltung abgegeben, ausser die Katze wünscht das ausdrücklich. Meist stammen sie aus einem Mehr- oder Vielkatzenhaushalt und würden ohne Sozialpartner eingehen und kümmern. Stellen Sie sich vor, man würde Sie ohne Partner für den Rest Ihres Lebens in eine Herde Elefanten vermitteln... Ein Besuch der Katze in der Pflegestelle ist grundsätzlich Bedingung, damit Katze und Mensch sich beschnuppern können. Wir bringen keine Katzen auf Bestellung und wir verschicken sie auch nicht. Oft haben wir eine Katze mehrere Bewerber, daher bitten wir Sie, uns den Fragebogen auszufüllen und zu schicken, dann haben wir schon einen kleinen Eindruck von Ihnen und Ihrem Zuhause und können so den besten Platz für unsere Katzen aussuchen. Das zukünftige Zuhause wird von uns (oder einem Beauftragten) vor der Vermittlung kontrolliert. Gegen Erstattung der Benzinkosten bringen wir Ihnen die Katze nach dem Kennenlerntermin gerne in ihr neues Heim. War die Vorkontrolle vor dem Kennenlerntermin okay, können Sie die Katze gleich mit nach Hause nehmen. Die meisten unserer Pflegekatzen sind reine Stubentiger und werden in der Regel nicht in ungesicherten Freigang abgegeben. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, das wird aber in jedem Fall genauestens abgewägt und natürlich wird der Platz auch vorher kontrolliert. Für unsere Pflegekatzen erheben wir eine Schutzgebühr in Höhe von 200 Euro pro Tier, die Abgabe erfolgt immer mit einem Schutzvertrag. Die Katzen sind bei Abgabe kastriert, geimpft und natürlich tierärztlich untersucht worden. Bei vielen Katzen lassen wir Blutbilder, Seuchenscreenings und Kotprofile erstellen. Grundsätzlich werden ALLE Katzen beim Einzug in die Pflegestelle gegen Flöhe, Milben und Würmer behandelt. Leider deckt die Schutzgebühr diese Kosten meist nicht ab, weswegen wir immer auf Spenden angewiesen sind. |
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Was Sie tun müssen, damit wir Ihre Katze vermitteln: Sind Sie Liebhaber benötigen wir von Ihnen folgendes:
Sind Sie Züchter und möchten einen Kastraten vermitteln benötigen wir folgendes:
Wir stellen keine Rechnung für die Vermittlung, erwarten aber eine Spende von 30,- Euro pro Tier (es darf natürlich auch gerne mehr sein) für eine erfolgreiche Vermittlung (keine Vermittlung - keine Gebühr). Von diesem Geld werden Auslagen wie dringende ärztliche Versorgung oder Kastration von Notfällen und Fundtieren bezahlt. Sollten Sie noch Fragen hierzu haben, schreiben Sie uns einfach eine Email, benutzen Sie das Kontaktformular oder rufen Sie uns an. Die verschiedenen Telefonnummern finden Sie auf der Kontaktseite. |
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Ist die Katze gesund, geimpft, kastriert, gechipt, tätowiert ? Unsere Pflegekatzen sind zum Zeitpunkt der Abgabe kastriert, geimpft, gechippt und gesund (auf Wunsch mit Bestätigung vom Tierarzt). Sollten wir davon Kenntnis haben, dass eine Katze krank ist oder ein Handicap hat, weisen wir Sie selbstverständlich darauf hin. Nähere Angaben entnehmen Sie bitte dem jeweiligen “Steckbrief”. |
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Welche Grundausstattung ist nötig?
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Das ist (wie bei allen Lebewesen) recht unterschiedlich. Aber eine gesunde Katze kann bei guter Pflege durchaus auch 15 - 18 Jahre alt werden. |
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Haben die Katzen einen Stammbaum? In der Regel haben reinrassige Tiere natürlich einen Stammbaum. Da unsere Pflegekatzen in den meisten Fällen aus “widrigen Umständen” kommen, ist für die wenigsten Katzen ein Stammbaum verfügbar. |
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Züchter, die Kastraten auf unserer Seite inserieren, sind angehalten nicht mehr als 200,- Euro Schutzgebühr zu erheben, was der Schutzgebühr unserer Pflegekatzen entspricht. Oft ist es auch so, dass eine Katze zum „Selbstkostenpreis“ abgegeben wird, d. h. der Vorbesitzer verlangt lediglich die Kosten für Impfung und Kastration. Sprechen Sie dies bitte mit dem Vorbesitzer ab. |
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Muss ich die Katze abholen oder wird sie mir gebracht? Bei den Kastraten ist das "Verhandlungssache" zwischen dem Vorbesitzer und Ihnen. Bei Katzen aus Zuchten legen die meisten Züchter großen Wert darauf, das neue Heim in Augenschein zu nehmen. Eine Übergabe auf halber Wegstrecke ist bei langen Entfernungen oftmals eine Möglichkeit. |
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Was muss ich in der Wohnung tun, damit sich die Katze wohl fühlt? Ihr neuer Liebling braucht auf jeden Fall Rückzugsmöglichkeiten zum Schlafen und Ruhen. Das kann eine Höhle oder ein Häuschen im Kratzbaum sein oder ein Schrank, ein Pappkarton, der Transportkorb, der Platz zwischen Sofa und Wand. Da jede Katze gern den Überblick behält, liegt sie auch gerne auf einem Schrank. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. |
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So wird aus zwei Singles ein harmonisches Paar: Leider können auch Katzenexperten nicht voraussagen, ob sich zwei Katzen jemals lieben werden und vor allem, wie lange die Annäherung dauert. Unsere Tipps erhöhen die Chancen, dass sich auch Einzeltiere schnell vertragen. Am nächsten Tag tauschen Sie die Tiere um und lassen jetzt die „Neue“ ihr künftiges Revier erkunden. Das Alttier so oft wie möglich besuchen, damit es sich nicht zurückgesetzt fühlt. Beobachten Sie die Katzen, wenn sie an Objekten schnuppern, die vom anderen Tier berührt wurden. Bei relativ gleichgültiger Reaktion kann man bald ein Treffen wagen. Fauchen sie aber die Spuren an oder plustern den Schwanz, lieber noch etwas warten. Auch eine Fliegentüre, mit grobmaschigem Draht bespannt, kann hilfreich sein, da die Tiere sich riechen und sehen, aber nicht angreifen können. Setzen Sie die Tiere so lange um, bis der Geruch des anderen Tieres keine Aufregung mehr verursacht. Dann beide an Rücken und Kopf mit dem Lieblings-Leckerbissen einreiben: Sahne, Butter, Thunfisch, zerbröselte Katzenbonbons! So riechen beide füreinander gut. Räumen Sie alles Zerbrechliche aus dem Weg, sorgen Sie für Fluchtwege z. B. auf einen Schrank oder unter ein Sofa. Lassen Sie dann die Tür zum Katzenzimmer offen und gehen betont normal Ihren Tätigkeiten nach. Glauben Sie fest daran, dass die beiden sich vertragen werden. Wer Katzen kennt, weiß, „dass sie Gedanken lesen können“. Mit dieser „telepathischen Fähigkeit“ spüren sie auch, ob Sie wirklich Harmonie wollen. Nach dieser gründlichen Vorbereitung müsste es klappen. Auch wenn die Katzen fauchen, sich mit aufgeplustertem Fell belauern oder bei einem kleinen Ringkampf die Haare fliegen, ist dies kein Grund, sich einzumischen. Jeder unterbrochene Kampf vertagt die Entscheidung, wer von beiden in Zukunft das Sagen hat. Keine Angst, Katzen bringen sich nicht um. Greifen Sie nur ein, wenn ein Tier deutlich schwächer, alt oder krank ist und das andere drohend auf- und abklingende Angriffgesänge von sich gibt. Lenken Sie die Tiere mit Händeklatschen ab oder werfen etwas auf die Angreifer. In der Schrecksekunde retten Sie die schwächere Katze. Dann suchen Sie tierärztliche Unterstützung. Der Tierarzt hat Vernebler, mit denen synthetische Gesichtspheromone in die Raumluft abgegeben werden und die besänftigend auf die Tiere wirken. Diese Pheromone, die von den Katzen selbst in Drüsen an den Lippen produziert werden, können Sie zusätzlich auch direkt mit einem Wattebausch von den Lippen des Tieres „abnehmen“ und damit Kopf und Rücken des anderen Tieres einreiben. In besonders schlimmen Fällen erleichtert ein leichtes Beruhigungsmittel die Kontaktaufnahme. Auch der Trennungsschmerz durch den vorübergehenden Aufenthalt in einer fremden Umgebung wie z. B. einer Tierpension kann Streithähne verbinden. Bei neun von zehn Paaren klappt es so mit dem Zusammenführen. Tipp: Glück allein oder zu zweit?
(aus “Ein Herz für Tiere”, 07/2004, mit freundlicher Genehmigung von Carola Ruff, Tierheim Berlin) |
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Was ist, wenn die „Neue“ sich mit der „Alten" nicht verträgt? Dann ist zuerst einmal Geduld angesagt. Wenn Sie seit Jahren eine Einzelkatze halten und ihr plötzlich einen "Eindringling" vor die Nase setzen, wird sie wahrscheinlich erstmal wenig begeistert sein. Lassen Sie den beiden Zeit, sich kennen zu lernen. Der neue Mitbewohner sollte erst einmal in einem separaten Zimmer untergebracht werden, wo er sich eingewöhnen und sicher fühlen kann. Nach kurzer Zeit können Sie dann beide Katzen "auf einander los lassen". Anfängliches Fauchen und verstecken ist durchaus normal. Sollte sich das nach einigen Wochen nicht legen, setzen Sie sich bitte mit dem Vorbesitzer oder mit uns in Verbindung. |
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Was mache ich, wenn ich die Katze wieder abgeben muss? Wenn Sie aus dringenden Gründen eine von uns vermittelte Katze wieder abgeben müssen, setzen Sie sich bitte mit uns und/oder dem Vorbesitzer in Verbindung. Wir werden uns – zusammen mit Ihnen – bemühen, eine Lösung für alle zu finden. |
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Sie sollten Ihre Katze nicht einfach so nach draußen lassen ! Das klingt zwar etwas merkwürdig, macht aber bei näherem Nachdenken durchaus Sinn. Frei laufende Katzen werden nicht alt. Sie sind zahlreichen Gefahren wie z.B. Autos, Hunden, Katzen hassenden Nachbarn, Verletzungen bei Revierstreitigkeiten mit anderen Katzen und ansteckenden Krankheiten ausgesetzt. Fälle von Katzendiebstahl häufen sich. Selbst vorsichtige Katzen weiten ihre Streifzüge immer weiter aus, Sie wären überrascht, wenn Sie wüssten, welche nächtlichen Ausflüge Ihre Samtpfote unternimmt! Natürlich würde man einer Katze gerne einen möglichst großen Auslauf bieten, ein durch Netze oder Zäune gesicherter Garten wäre optimal. Aber auch ein gesicherter Balkon oder eine Terrasse bietet den Katzen die Möglichkeit, an der frischen Luft zu sein. Dabei können sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, nämlich von einem erhöhten Ausguck nach draußen zu sehen und sich ja nichts entgehen zu lassen. Schon ein mit einem Netz gesichertes offenes Fenster bietet der Katze frische Luft und Abwechslung. Zugegebenermaßen hat eine Katze, die sich draußen frei bewegen kann, mehr Abwechslung. Aber hier können Sie selbst Abhilfe schaffen, indem Sie in Ihrer Wohnung und eventuell auf Balkon und Terrasse durch Kratzbäume und erhöhte Sitzplätze eine katzengerechte Umgebung schaffen. Wenn Sie sich mit der Katze beschäftigen, mit ihr spielen und mit ihr schmusen, hat sie ein abwechslungsreiches, glückliches Katzenleben! |
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Unbegrenzten Freilauf kann heute kaum noch ein Katzenfreund seiner Samtpfotenfreundin schenken. Zu groß sind die Gefahren einer Verletzung oder des Verlustes. Die Statistik bestätigt das. Wenn Sie einen Garten haben oder in einer Wohnung mit Balkon leben und/oder Ihre Räume in einen „Abenteuerspielplatz“ für Ihre Katze umgestalten, wird sie den Freilauf nicht vermissen. Vor allem dann nicht, wenn sie es von Anfang an nicht anders kennt. Katzen, die vom Vorbesitzer her an Freilauf gewöhnt sind, sollten ihn auch erhalten. Wohnungskatzen sollten möglichst – je nach Vorgeschichte – zu zweit gehalten werden. Gegen viele Gefahren, die draußen und drinnen drohen, können Sie Ihre Katze optimal schützen. Am einfachsten geht das, wenn Sie sich die neue Welt des kleinen Tigers einmal aus dessen Perspektive ansehen und berücksichtigen, dass alle Katzen neugierig und verspielt sind und keiner Jagd- Herausforderung widerstehen können. Denken Sie aber auch daran, dass Ihre Katze sich gegenüber alteingesessenen Katzen erst noch bewähren muss. Vor allem in kleinen Reihenhausgärten kann es in den ersten Tagen des „Ausgangs“ zu lautstarken Auseinandersetzungen mit Artgenossen kommen, die ihr Revier nicht ohne weiteres teilen möchten.
(aus “Die Katze aus zweiter Hand” in Zusammenarbeit mit dem |
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