VOR der Vermittlung:

Bitte machen Sie sich vor einer Vermittlung Gedanken zu folgenden Punkten:

  • Steht die ganze Familie hinter Ihrer Entscheidung eine Katze aufzunehmen? Familiäre Uneinigkeit führt oft dazu, dass die Katze wieder abgegeben wird.
  • Sind Ihre Familienmitglieder frei von Allergien auf Katzenhaare?
  • Eine Katze kann gut und gerne 15-18 Jahre alt werden, evtl. auch noch älter. Können und wollen Sie solange optimal für sie sorgen, sozusagen in guten und in schlechten Tagen?
  • Eine Katze ist kein Deko-Objekt, sie braucht genügend Beschäftigung und Ansprache. Gerade die Wohnungstiger brauchen genügend Bewegungs- und Spielmöglichkeiten. Sind Sie bereit, täglich einige Zeit in Spiel und Kuscheln zu investieren? Können und wollen Sie Ihre Wohnung katzengerecht umgestalten? Können Sie mit einem alten, zerfledderten Pappkarton im Wohnzimmer leben, weil Mieze ihn so liebt?
  • Eine Katze kann auch einmal krank werden oder einen Unfall haben. Längere Tierarztbehandlung oder eine grössere Operation kann schon mal ein paar hundert Euro kosten. Können Sie dieses Geld aufbringen?
  • Haben Sie jemand im Bekanntenkreis, der die Katze versorgt, wenn Sie in den Urlaub fahren? Oder ins Krankenhaus müssen?
  • Ist Ihr Vermieter mit der Anschaffung einer Katze einverstanden?

Wenn Sie diese Fragen alle mit JA beantworten können, dann müssen Sie sich nur noch über Folgendes im Klaren sein:

Eine Katze macht neben viel Spass auch Dreck. Sie verliert Haare und verteilt die Katzenstreu gleichmäßig in der Wohnung, natürlich auch in Ihrem Bett.
Vielleicht schmeißt sie auch einmal den Futternapf um und baggert das Wasser aus der Schüssel (gerade die Waldkatzen wie Maine Coons, Norweger, Sibirer etc. haben den Ruf, Wasserpantscher zu sein).
Sie liegt mit Vorliebe in der frisch gewaschenen Wäsche, meist auch im Kontrast dazu, also schwarze Katze auf weißem T-Shirt und umgekehrt, oder kramt sich die Wäsche im Kleiderschrank zum kuscheligen Bettchen zusammen.
Sind die Katzen zu zweit, weil Sie als Halter berufstätig sind, beschäftigen sie sich viel miteinander und brauchen nicht ganz so viel Entertainment vom Halter. Allerdings benutzen sie dann aber auch zwei Gehirne um Streiche auszuhecken.
Große Coonies setzen auch dementsprechend große Haufen in die Katzentoilette und sorgen damit durchaus für eine gewisse Geruchsbelästigung.
Den Coons sagt man ja (fälschlicherweise) eine Verwandtschaft mit den Waschbären nach. Zumindest haben sie eines gemeinsam: Beide benutzen gerne die Vorderpfoten, was dazu führt, dass sie auch mal Türen und Wasserhähne öffnen, oder „aus der Pfote“ fressen, statt direkt aus dem Napf.

Wenn Sie sich sicher sind, was mit einer Katze alles auf Sie zukommen kann und Sie sich auf das Abenteuer Katze einlassen möchten, dann werden Sie gerade mit einer Maine Coon eine tolle Partnerin bekommen, die weder falsch noch hinterlistig ist, sondern anhänglich und treu, lieb und sozial zu allen anderen Lebewesen, intelligent und verspielt, schmusig und verträumt, gesprächig und gelehrig, einfallsreich und gewitzt. Ein „Gentle Giant“ eben und manchmal halt auch ein kleiner Saubär…

Vermittlung und Tipps zur Haltung

- Grundsätzliches zur Vermittlung
- Voraussetzungen zur Vermittlung
- Ist die Katze gesund, geimpft, etc.?
- Welche Grundausstattung ist nötig?
- Wie alt wird eine Maine Coon?
- Haben die Katzen einen Stammbaum?
- Was kostet eine Katze?
- Muss ich die Katze abholen oder wird sie mir gebracht?
- Was muss ich in meiner Wohnung tun, damit sich die Katze wohlfühlt?
- So wird aus zwei Singles ein harmonisches Paar
- Was ist, wenn sich die “Alte” nicht mit der “Neuen” verträgt?
- Was mache ich, wenn ich die Katze wieder abgeben muss?
- Freilauf oder nicht?
- Sicherheit geht vor!
- Sicherheit in den vier Wänden
- Sicherheit draussen
- Wichtig für Freigänger!
 

Grundsätzliches zur Vermittlung:

Unsere Pflegekatzen werden nicht in Einzeltierhaltung abgegeben, ausser die Katze wünscht das ausdrücklich. Meist stammen sie aus einem Mehr- oder Vielkatzenhaushalt und würden ohne Sozialpartner eingehen und kümmern. Stellen Sie sich vor, man würde Sie ohne Partner für den Rest Ihres Lebens in eine Herde Elefanten vermitteln...

Ein Besuch der Katze in der Pflegestelle ist grundsätzlich Bedingung, damit Katze und Mensch sich beschnuppern können. Wir bringen keine Katzen auf Bestellung und wir verschicken sie auch nicht. Oft haben wir eine Katze mehrere Bewerber, daher bitten wir Sie, uns den Fragebogen auszufüllen und zu schicken, dann haben wir schon einen kleinen Eindruck von Ihnen und Ihrem Zuhause und können so den besten Platz für unsere Katzen aussuchen.

Das zukünftige Zuhause wird von uns (oder einem Beauftragten) vor der Vermittlung kontrolliert. Gegen Erstattung der Benzinkosten bringen wir Ihnen die Katze nach dem Kennenlerntermin gerne in ihr neues Heim. War die Vorkontrolle vor dem Kennenlerntermin okay, können Sie die Katze gleich mit nach Hause nehmen.

Die meisten unserer Pflegekatzen sind reine Stubentiger und werden in der Regel nicht in ungesicherten Freigang abgegeben. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, das wird aber in jedem Fall genauestens abgewägt und natürlich wird der Platz auch vorher kontrolliert.

Für unsere Pflegekatzen erheben wir eine Schutzgebühr in Höhe von 200 Euro pro Tier, die Abgabe erfolgt immer mit einem Schutzvertrag. Die Katzen sind bei Abgabe kastriert, geimpft und natürlich tierärztlich untersucht worden. Bei vielen Katzen lassen wir Blutbilder, Seuchenscreenings und Kotprofile erstellen. Grundsätzlich werden ALLE Katzen beim Einzug in die Pflegestelle gegen Flöhe, Milben und Würmer behandelt. Leider deckt die Schutzgebühr diese Kosten meist nicht ab, weswegen wir immer auf Spenden angewiesen sind.

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Was Sie tun müssen, damit wir Ihre Katze vermitteln:

Sind Sie Liebhaber benötigen wir von Ihnen folgendes:

  • Ihren Namen, die vollständige Anschrift mit Telefonnummer, Email-Adresse und evtl. Homepage-URL
  • Eine „aussagekräftige“ Beschreibung der Katze mit allen positiven und negativen Eigenschaften, Alter, Farbe, Stammbaum, usw. Je mehr, desto besser.
  • Angaben zum Gesundheitszustand der Katze, ist sie kastriert, geimpft, gechipt, tätowiert, etc. Wir vermitteln ausschließlich kastrierte Tiere!
  • Weiß der Züchter, dass sie die Katze abgeben wollen? Hat er Interesse daran, die Katze zurückzunehmen?
  • Den Grund, warum Sie die Katze abgeben wollen.
  • Und natürlich ein oder zwei (oder mehr) schöne Bilder (bitte nicht größer als 800 x 600 Pixel!!)
  • Ihre Vorstellung der Höhe des Abgabepreises (Schutzgebühr). Dieser sollte nicht über 200,- Euro liegen.
  • Eine Mitgliedschaft bei der MCH wäre schön. Den Antrag finden Sie hier.

Sind Sie Züchter und möchten einen Kastraten vermitteln benötigen wir folgendes:

  • Ihren Namen, die vollständige Anschrift mit Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Homepage-URL. Diese Angaben (Name, Ort mit PLZ, Telefon und E-Mail) werden auf der Seite veröffentlicht, damit Interessenten sich direkt mit Ihnen in Verbindung setzen können.
  • Eine „aussagekräftige“ Beschreibung der Katze mit allen positiven und negativen Eigenschaften, Alter, Farbe, Stammbaum, usw. Je mehr, desto besser.
  • Angaben zum Gesundheitszustand der Katze, ist sie kastriert, geimpft, gechipt, tätowiert, etc. Wir vermitteln ausschließlich kastrierte Tiere! Bitte bestätigen Sie uns die Kastration mit einer Rechnung des Tierarztes.
  • Den Grund, warum Sie die Katze abgeben wollen.
  • Und natürlich ein oder zwei (oder mehr) schöne Bilder (bitte nicht größer als 800 x 600 Pixel!!)
  • Ihre Vorstellung der Höhe des Abgabepreises (Schutzgebühr). Dieser sollte nicht über 200,- Euro liegen.
  • Eine Mitgliedschaft bei der MCH ist Voraussetzung. Den Antrag finden Sie hier.

Wir stellen keine Rechnung für die Vermittlung, erwarten aber eine Spende von 30,- Euro pro Tier (es darf natürlich auch gerne mehr sein) für eine erfolgreiche Vermittlung (keine Vermittlung - keine Gebühr). Von diesem Geld werden Auslagen wie dringende ärztliche Versorgung oder Kastration von Notfällen und Fundtieren bezahlt.
Seit dem 13.06.2005 sind wir ein eingetragener Verein und als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt. Das heißt, Sie bekommen auf Wunsch eine Spendenquittung und können Ihre Spende steuerlich geltend machen.

Sollten Sie noch Fragen hierzu haben, schreiben Sie uns einfach eine Email, benutzen Sie das Kontaktformular oder rufen Sie uns an. Die verschiedenen Telefonnummern finden Sie auf der Kontaktseite.
 

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Ist die Katze gesund, geimpft, kastriert, gechipt, tätowiert ?

Unsere Pflegekatzen sind zum Zeitpunkt der Abgabe kastriert, geimpft, gechippt und gesund (auf Wunsch mit Bestätigung vom Tierarzt). Sollten wir davon Kenntnis haben, dass eine Katze krank ist oder ein Handicap hat, weisen wir Sie selbstverständlich darauf hin. Nähere Angaben entnehmen Sie bitte dem jeweiligen “Steckbrief”.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die HP-Betreiber keinerlei Haftung für die Vermittlung und den Gesundheitszustand der Tiere übernehmen können.
 

Welche Grundausstattung ist nötig?

  • Wassernapf
  • ein oder mehrere Futternäpfe
  • Katzentoilette, mit oder ohne Haube, mit oder ohne Klappe, ganz nach Geschmack(sollte die Katze keine Klappe gewohnt sein, lassen sie diese anfangs besser weg, es gibt auch Katzen die bevorzugen mit/ohne Haube)
  • Kratzbaum zum Toben, Spielen, Trainieren und Dösen oder zumindest ein Kratzbrett (sie wollen doch noch lange Freude an Ihrer Couchgarnitur haben, oder?)
  • Kamm und Bürste, trotz dem meist pflegeleichten Fell der Coonies, müssen sie hin und wieder gebürstet werden
  • Transportkorb, möglichst aus Kunststoff und zerlegbar, damit man ihn gut reinigen und auch mal desinfizieren kann
  • Spielzeug: erlaubt ist, was gefällt! Spielzeug kann eine Katze nie genug haben und man kann jede Menge Geld dabei ausgeben (wir wissen das alle aus Erfahrung :-) ), wobei die Geschmäcker recht unterschiedlich sind. Ein raschelndes Blatt Papier kann manchmal sehr viel interessanter sein, als die schönste Fellmaus. Es liegt also an Ihnen, die Vorlieben Ihres Tigers herauszufinden
  • das Allerwichtigste, was sie Ihrem Liebling in riesiger Menge zur Verfügung stellen müssen ist: Liebe, Verständnis und Geduld. Eine ältere Katze ist nicht mehr so neugierig wie ein Katzenkind. Die anfängliche Vorsicht sollte man dann nicht mit einem scheuen Charakter verwechseln. Innerhalb einer Woche haben die allermeisten Katzen diese Befangenheit abgelegt und nach einem Monat fühlen sie sich dann so heimisch, als ob sie vorher nie woanders waren.
     
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Wie alt wird eine Maine Coon?

Das ist (wie bei allen Lebewesen) recht unterschiedlich. Aber eine gesunde Katze kann bei guter Pflege durchaus auch 15 - 18 Jahre alt werden.
 

Haben die Katzen einen Stammbaum?

In der Regel haben reinrassige Tiere natürlich einen Stammbaum. Da unsere Pflegekatzen in den meisten Fällen aus “widrigen Umständen” kommen, ist für die wenigsten Katzen ein Stammbaum verfügbar.
 

Was kostet eine Katze?

Züchter, die Kastraten auf unserer Seite inserieren, sind angehalten nicht mehr als 200,- Euro Schutzgebühr zu erheben, was der Schutzgebühr unserer Pflegekatzen entspricht. Oft ist es auch so, dass eine Katze zum „Selbstkostenpreis“ abgegeben wird, d. h. der Vorbesitzer verlangt lediglich die Kosten für Impfung und Kastration. Sprechen Sie dies bitte mit dem Vorbesitzer ab.
Die Schutzgebühr für unsere Pflegekatzen kommt voll und ganz den Katzen zu Gute, die, außer der Verpflegung immer auch tierärztlich versorgt werden müssen und das oft über längere Zeit. Leider deckt die Gebühr in den seltensten Fällen die Ausgaben für die Katze ab, so daß wir einen nicht unerheblichen Teil unserer Auslagen aus eigener Tasche mitfinanzieren müssen.
 

Muss ich die Katze abholen oder wird sie mir gebracht?

Bei den Kastraten ist das "Verhandlungssache" zwischen dem Vorbesitzer und Ihnen. Bei Katzen aus Zuchten legen die meisten Züchter großen Wert darauf, das neue Heim in Augenschein zu nehmen. Eine Übergabe auf halber Wegstrecke ist bei langen Entfernungen oftmals eine Möglichkeit.
Auch wir legen großen Wert darauf, das neue Heim unserer Schützlinge zu begutachten und werden deshalb entweder die Katze zu Ihnen bringen oder vorab eine Platzkontrolle durchführen. Es ist Bedingung, dass Sie unsere Pflegis besuchen und wir uns kennen lernen. War die Vorkontrolle in Ordnung, können Sie Ihren “neuen” Liebling dann mitnehmen. Gegen Erstattung der Benzinkosten kann die Katze nach dem Kennenlerntermin auch zu Ihnen gebracht werden.
 

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Was muss ich in der Wohnung tun, damit sich die Katze wohl fühlt?

Ihr neuer Liebling braucht auf jeden Fall Rückzugsmöglichkeiten zum Schlafen und Ruhen. Das kann eine Höhle oder ein Häuschen im Kratzbaum sein oder ein Schrank, ein Pappkarton, der Transportkorb, der Platz zwischen Sofa und Wand. Da jede Katze gern den Überblick behält, liegt sie auch gerne auf einem Schrank. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Wenn Sie über einen Balkon verfügen, netzen Sie diesen bitte ein. Wie oft sind Katzen schon abgestürzt und haben sich schwer verletzt, weil sie dachten, sie können ebenso gut fliegen, wie der kleine Vogel oder der Schmetterling auf dem Geländer. Lassen Sie keine gekippten Fenster unbeaufsichtigt. Wenn die Katze versucht, durch den Spalt zu springen kann sie hängen bleiben und sich innere Verletzungen zuziehen. Wenn Sie Ihrer Katze keinen gesicherten Freilauf gewähren können, dann bieten Sie ihr doch einen Fensterplatz an. Räumen Sie einen Teil des Fensterbrettes und stellen Sie einen kleinen Korb darauf oder befestigen Sie eine rutschfeste Unterlage. Sie werden sehen, wie gerne es sich der Stubentiger dort gemütlich macht und alles beobachtet, was sich draußen tut.
 

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So wird aus zwei Singles ein harmonisches Paar:

Leider können auch Katzenexperten nicht voraussagen, ob sich zwei Katzen jemals lieben werden und vor allem, wie lange die Annäherung dauert. Unsere Tipps erhöhen die Chancen, dass sich auch Einzeltiere schnell vertragen.
Stellen Sie der neuen Katze in einem abschließbaren Zimmer Toilette, Futter- und Wassernapf, Schlafgelegenheit und etwas zum Krallen wetzen bereit. Lassen Sie das Tier dort zur Ruhe kommen und signalisieren Sie der alteingesessenen Katze mit Zuwendung, dass sich für sie nichts ändert.

Am nächsten Tag tauschen Sie die Tiere um und lassen jetzt die „Neue“ ihr künftiges Revier erkunden. Das Alttier so oft wie möglich besuchen, damit es sich nicht zurückgesetzt fühlt. Beobachten Sie die Katzen, wenn sie an Objekten schnuppern, die vom anderen Tier berührt wurden. Bei relativ gleichgültiger Reaktion kann man bald ein Treffen wagen. Fauchen sie aber die Spuren an oder plustern den Schwanz, lieber noch etwas warten.

Auch eine Fliegentüre, mit grobmaschigem Draht bespannt, kann hilfreich sein, da die Tiere sich riechen und sehen, aber nicht angreifen können.

Setzen Sie die Tiere so lange um, bis der Geruch des anderen Tieres keine Aufregung mehr verursacht. Dann beide an Rücken und Kopf mit dem Lieblings-Leckerbissen einreiben: Sahne, Butter, Thunfisch, zerbröselte Katzenbonbons! So riechen beide füreinander gut.

Räumen Sie alles Zerbrechliche aus dem Weg, sorgen Sie für Fluchtwege z. B. auf einen Schrank oder unter ein Sofa. Lassen Sie dann die Tür zum Katzenzimmer offen und gehen betont normal Ihren Tätigkeiten nach.

Glauben Sie fest daran, dass die beiden sich vertragen werden. Wer Katzen kennt, weiß, „dass sie Gedanken lesen können“. Mit dieser „telepathischen Fähigkeit“ spüren sie auch, ob Sie wirklich Harmonie wollen.

Nach dieser gründlichen Vorbereitung müsste es klappen. Auch wenn die Katzen fauchen, sich mit aufgeplustertem Fell belauern oder bei einem kleinen Ringkampf die Haare fliegen, ist dies kein Grund, sich einzumischen. Jeder unterbrochene Kampf vertagt die Entscheidung, wer von beiden in Zukunft das Sagen hat. Keine Angst, Katzen bringen sich nicht um.

Greifen Sie nur ein, wenn ein Tier deutlich schwächer, alt oder krank ist und das andere drohend auf- und abklingende Angriffgesänge von sich gibt. Lenken Sie die Tiere mit Händeklatschen ab oder werfen etwas auf die Angreifer. In der Schrecksekunde retten Sie die schwächere Katze.

Dann suchen Sie tierärztliche Unterstützung. Der Tierarzt hat Vernebler, mit denen synthetische Gesichtspheromone in die Raumluft abgegeben werden und die besänftigend auf die Tiere wirken. Diese Pheromone, die von den Katzen selbst in Drüsen an den Lippen produziert werden, können Sie zusätzlich auch direkt mit einem Wattebausch von den Lippen des Tieres „abnehmen“ und damit Kopf und Rücken des anderen Tieres einreiben.

In besonders schlimmen Fällen erleichtert ein leichtes Beruhigungsmittel die Kontaktaufnahme. Auch der Trennungsschmerz durch den vorübergehenden Aufenthalt in einer fremden Umgebung wie z. B. einer Tierpension kann Streithähne verbinden. Bei neun von zehn Paaren klappt es so mit dem Zusammenführen.

Tipp: Glück allein oder zu zweit?

  • Nehmen Sie keine zweite Katze auf, wenn der Platz für eine schon zu knapp ist.
  • Überfallen Sie die „alte“ Katze nicht mit dem Neuzugang.
  • Lassen Sie sich und den Katzen Zeit zum Kennen lernen.
  • Verteilen Sie Ihre Zuneigung gleichmäßig, verwöhnen aber am Anfang die „alte“ Katze.
  • Wenn Sie selbst nicht weiterkommen, suchen Sie fachmännischen Hilfe. Ihre Tierärztekammer kann Ihnen Fachtierärzte für Verhaltenskunde nennen.
  • Bleiben die Tiere feindlich, seien Sie fair und behalten die „alte“ Katze und suchen für die „Neue“ einen guten Platz.

(aus “Ein Herz für Tiere”, 07/2004, mit freundlicher Genehmigung von Carola Ruff, Tierheim Berlin)
 

Was ist, wenn die „Neue“ sich mit der „Alten" nicht verträgt?

Dann ist zuerst einmal Geduld angesagt. Wenn Sie seit Jahren eine Einzelkatze halten und ihr plötzlich einen "Eindringling" vor die Nase setzen, wird sie wahrscheinlich erstmal wenig begeistert sein. Lassen Sie den beiden Zeit, sich kennen zu lernen. Der neue Mitbewohner sollte erst einmal in einem separaten Zimmer untergebracht werden, wo er sich eingewöhnen und sicher fühlen kann. Nach kurzer Zeit können Sie dann beide Katzen "auf einander los lassen". Anfängliches Fauchen und verstecken ist durchaus normal. Sollte sich das nach einigen Wochen nicht legen, setzen Sie sich bitte mit dem Vorbesitzer oder mit uns in Verbindung.
 

Was mache ich, wenn ich die Katze wieder abgeben muss?

Wenn Sie aus dringenden Gründen eine von uns vermittelte Katze wieder abgeben müssen, setzen Sie sich bitte mit uns und/oder dem Vorbesitzer in Verbindung. Wir werden uns – zusammen mit Ihnen – bemühen, eine Lösung für alle zu finden.
 

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Freilauf oder nicht?

Sie sollten Ihre Katze nicht einfach so nach draußen lassen !

Das klingt zwar etwas merkwürdig, macht aber bei näherem Nachdenken durchaus Sinn.

Frei laufende Katzen werden nicht alt. Sie sind zahlreichen Gefahren wie z.B. Autos, Hunden, Katzen hassenden Nachbarn, Verletzungen bei Revierstreitigkeiten mit anderen Katzen und ansteckenden Krankheiten ausgesetzt. Fälle von Katzendiebstahl häufen sich. Selbst vorsichtige Katzen weiten ihre Streifzüge immer weiter aus, Sie wären überrascht, wenn Sie wüssten, welche nächtlichen Ausflüge Ihre Samtpfote unternimmt!

Natürlich würde man einer Katze gerne einen möglichst großen Auslauf bieten, ein durch Netze oder Zäune gesicherter Garten wäre optimal. Aber auch ein gesicherter Balkon oder eine Terrasse bietet den Katzen die Möglichkeit, an der frischen Luft zu sein. Dabei können sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, nämlich von einem erhöhten Ausguck nach draußen zu sehen und sich ja nichts entgehen zu lassen. Schon ein mit einem Netz gesichertes offenes Fenster bietet der Katze frische Luft und Abwechslung.

Zugegebenermaßen hat eine Katze, die sich draußen frei bewegen kann, mehr Abwechslung. Aber hier können Sie selbst Abhilfe schaffen, indem Sie in Ihrer Wohnung und eventuell auf Balkon und Terrasse durch Kratzbäume und erhöhte Sitzplätze eine katzengerechte Umgebung schaffen. Wenn Sie sich mit der Katze beschäftigen, mit ihr spielen und mit ihr schmusen, hat sie ein abwechslungsreiches, glückliches Katzenleben!
 

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Sicherheit geht vor!

Unbegrenzten Freilauf kann heute kaum noch ein Katzenfreund seiner Samtpfotenfreundin schenken. Zu groß sind die Gefahren einer Verletzung oder des Verlustes. Die Statistik bestätigt das. Wenn Sie einen Garten haben oder in einer Wohnung mit Balkon leben und/oder Ihre Räume in einen „Abenteuerspielplatz“ für Ihre Katze umgestalten, wird sie den Freilauf nicht vermissen. Vor allem dann nicht, wenn sie es von Anfang an nicht anders kennt. Katzen, die vom Vorbesitzer her an Freilauf gewöhnt sind, sollten ihn auch erhalten. Wohnungskatzen sollten möglichst – je nach Vorgeschichte – zu zweit gehalten werden.

Gegen viele Gefahren, die draußen und drinnen drohen, können Sie Ihre Katze optimal schützen. Am einfachsten geht das, wenn Sie sich die neue Welt des kleinen Tigers einmal aus dessen Perspektive ansehen und berücksichtigen, dass alle Katzen neugierig und verspielt sind und keiner Jagd- Herausforderung widerstehen können. Denken Sie aber auch daran, dass Ihre Katze sich gegenüber alteingesessenen Katzen erst noch bewähren muss. Vor allem in kleinen Reihenhausgärten kann es in den ersten Tagen des „Ausgangs“ zu lautstarken Auseinandersetzungen mit Artgenossen kommen, die ihr Revier nicht ohne weiteres teilen möchten.

Sicherheit in den vier Wänden

  • Kippfenster durch Einsätze gegen Durchschlüpfen abdichten
  • Wasch- und Spülmaschine, Trockner, Backofen etc. geschlossen halten
  • Herdplatten und Steckdosen mit Kindersicherungen verschließen
  • Giftpflanzen außer Reichweite aufstellen oder entfernen
  • Lacke, Putzmittel, Chemikalien, Medikamente katzensicher verschließen

Sicherheit draußen

  • Balkon mit Netz oder Gitter verkleiden
  • Garten ausbruchsicher einzäunen
  • Teich, Swimmingpool, Regentonnen abdecken oder mit Ausstiegsmöglichkeit versehen

Wichtig für Freilaufkatzen!

  • Notieren Sie die Chip- oder Tätonummer im Impfpass
  • verwenden Sie anstelle eines Zeckenhalsbandes Floh- bzw. Zeckenabwehrmittel, die Sie nach dem „Spot-on-Verfahren“ auftragen können
  • lassen Sie die Katze beim Deutschen Haustierregister eintragen

(aus “Die Katze aus zweiter Hand” in Zusammenarbeit mit dem
Deutschen Tierschutzbund, Ein Herz für Tiere und Whiskas)
 

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