Tätigkeitsbericht, oder: Was die MCH so tut...

(ausser jeden Tag viele Stunden zu telefonieren, die Leute aufzuklären, Ernährungs- und Erziehungstipps zu geben, bei der Zusammenführung von alten und neuen Katzen die Leute moralisch zu unterstützen, Katzen von A nach B zu bringen, Katzen aufzunehmen und abzugeben, stundenlang beim Tierarzt zu sitzen, Mitglieder zu verwalten, TA-Rechnungen zu bezahlen, die HP auf einem aktuellen Stand zu halten, Menschen zu trösten, die ihr geliebtes Tier verloren haben, und, und, und...)

Juli 2010:
Am 01.07.2010 läuft einem Paar in der Nähe von Xanten eine weiße Kätzin in einem ziemlich üblen Zustand zu und Saphira kommt in unsere Pflegestelle nach Alpen.
Am 06.07.2010 bekommen wir 2 Katzen aus dem Sauerland (Cindy und Toshio), die ein neues, liebevolles Zuhause suchen, weil das Kleinkind eine schwere Allergie entwickelt hat.
Am 08.07.2010 “retten” wir einen ca. 4-5 Jahre alten Maine Coon Kater namens Maxi von einer völlig überforderten Frau. Maxi hatte in den letzten 4 Wochen drei verschiedene Besitzer und sollte nun verschenkt werden. Im Moment befindet er sich noch in unserer Pflegestelle in Kamp-Lintfort.
Am 20.07.2010 übernehmen wir 2 Kater aus München (Bailey und Valentino), die aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen abgegeben werden.
Am 26.07.2010 kommen 2 Kater aus dem westlichsten Rheinland-Pfalz (Lines und Max) zu uns, weil sie mit den inzwischen geborenen Menschenkindern nicht zurechtkommen.
Und spätestens am 31.07.2010 stehen noch einmal 2 1jährige Katzen bei uns auf der Matte, die abgegeben werden, weil Frauchen schwanger ist und umzieht. Und langsam werden die Pflegestellen knapp...

 

20. Juni 2010:
Petra und Martina fahren insgesamt knapp 800 km, um 5 Katzen einer Maine Coon-Züchterin von der Pflegestelle in Calw (PLZ 75328) abzuholen und zu ihr nach Hanau (PLZ 63486) zu fahren.
Hinter diesem lapidaren Satz stecken eine lange Geschichte und ein gutes Jahr Nervenkrieg mit Telefonterror und Stalking. Nähere Informationen können gerne per Mail unter petra@maine-coon-hilfe.de angefordert werden.

 

22. Mai 2010:
Das erste Treffen der MCH-Family in diesem Jahr, wie immer in Spardorf und wie immer... klasse!

 

März - Mai 2010:
Über mehrere Tierschutzecken kommen 12 Langhaarmischlinge per Flugpaten aus Sofia/Bulgarien zu uns. Die erste Gruppe (Adi, Nick, July, Chocho) ist relativ unkompliziert und kuscheln wie die Weltmeister. Die Vermittlung läuft relativ rasch ab und so können sie bald nach Ansbach, Effeltrich und Straubing umziehen.
Die zweite “Lieferung” gibt sich da schon anders: Lizz, Sid, Hexe und der kleine Muck sind furchtbar scheu, ängstlich, panisch und teilweise sehr aggressiv dem Menschen gegenüber. Einzig Knirps ist ein recht Netter und lässt sich anfassen und streicheln. Er und Lizz ziehen zusammen nach Berlin.
Die drei letzten Katzen Jurij, Julischka und Cengiz wiederum sind zwar erst einmal etwas reserviert und vorsichtig, entwickeln sich aber relativ schnell zu sehr umgänglichen, anhänglichen und verschmusten Tigern. Aggressionen gegen den Menschen sind ihnen völlig fremd und trotz mehrfacher Einfangaktionen, während der wir die Katzen aus der Kratzbaumhöhle, dem Karton oder vom Schrank herunter pflücken mussten, gab es nicht einen einzigen Kratzer. Cengiz war der erste, der umziehen konnte und wohnt nun in Schwaben.

 

März 2010:
Am 12.03.2010 kommen zwei Senioren-Katzen aus München in die Pflegestelle nach Spardorf. Frauchen ist schon lange krank und muss nun ins Pflegeheim, deswegen nehmen wir Coon-Kater Flummy (13) und seine EKH-Freundin Shantee (12) zu uns. Glücklicher Weise hatten wir kurz vorher schon eine Anfrage nach einem älteren Katzenpärchen und so können die beiden nach ihren Zahn-OPs schon am 27.03.2010 nach Nürnberg ins neue Zuhause ziehen.

 

Februar 2010:
Eine Allergie zwingt eine Familie dazu, ihre beiden Katzen nach 10 Jahren des Zusammenlebens abzugeben und so kommen am 27.02.2010 die Maine Coon-Perser-Mischlinge Kimmy und Dusty zu uns. Die Vermittlung der beiden älteren Mischlinge zieht sich sehr hin und so ist “Perserin” Kimmy im Juli 2010 immer noch bei uns in der Vermittlung.

 

02. Januar 2010:
Durchfallkater Willow kommt zu Petra Büttner in die Pflegestelle. Nach langer Behandlung und einer unvorhergesehenen OP bleibt er bis zum 29. Mai 2010. Mehr dazu auf der Seite von Willow.

 

Dezember 2009:
Wir mieten eine Wohnung an, um der Flut der Pflegekatzen besser Herr werden zu können. Die abgeschlossene 2-Zimmerwohnung bietet den Vorteil, dass wir “auf die Schnelle” auch eine größere Menge Katzen unterbringen können, ohne unsere eigenen Katzen durch diverse Mitbringsel der neuen Katzen zu gefährden. Am 19.12. packen wir einen ganzen VW-Bus voll mit Decken, Klos, Körbchen, Handtüchern, Näpfen, Kratzbäumen und vielem mehr und richten unsere neue Pflegestelle ein. Die ersten Katzen, unsere NoAngels Nadja, Jess, Lucy und Sandy, lassen nicht lange auf sich warten und ziehen am gleichen Tag noch ein. Am 25.12.2009 kommen Cookie und Elly dazu.

 

21. November 2009:
2. Treffen der Leute, die Katzen von uns haben. Wie immer in Spardorf im “Szene-Lokal daNessi”, wie immer viele Leckereien, wie immer viele Gespräche, neue Leute kennenlernen, alte Bekannte wieder treffen. Schön.

 

17./18. Oktober 2009:
Info-Stand auf der TICA-Show in Lichtenfels.

 

19. September 2009:
Die Jahreshauptversammlung der Maine Coon Hilfe e. V. findet statt. Das Protokoll der Versammlung kann man hier als pdf downloaden.

 

August 2009:
Petra Büttner und Gudrun Neßhöver kaufen von einem Vermehrer fünf 3,5 Wochen alte Katzen-Babies, die noch an der Flasche hängen. Diese Kitten wurden als “reinrassige Maine Coon-Babies” in einer Zeitung inseriert und sollten verkauft werden. Allerdings ist der Vater eindeutig ein Perser-Mix, die Mutter, die ihre Kinder nicht angenommen hat und die zum Zeitpunkt der Übernahme nicht zu sehen war, muss wohl eine Kurzhaarkatze sein. Nur Frodo und Arwen haben langes Fell, Galadriel, Eowyn und Sam sind kurzhaarig.
Nichtsdestotrotz wachsen und gedeihen die 5 Racker prächtig, sind rundum gesund, super verschmust und schrecklich anhänglich. Und natürlich haben sie nichts als Blödsinn im Kopf :-)

 

Juli 2009:
Über eine Tierschützerin im Münchner Raum bekommen wir 6 völlig verwahrloste und total verängstigte Katzen. Alle Mädels sind wahnsinnig dünn, sehr scheu, völlig panisch, haben Durchfall, Schnupfen, entzündete Augen und Ohren. Eine Katze (Snickers) wirft in der Pflegestelle 5 Kitten, die alle in kürzester Zeit sterben. Rosies Allgemeinzustand ist so schlecht (geschwürige Zahnfleischentzündung, eitrige Augen, schon lange andauernder Durchfall, Veränderungen, bzw. Entartungen an den inneren Organen und mehr), dass wir sie aus der Narkose nicht mehr aufwachen lassen. Für sie kam unsere Hilfe leider zu spät.
Durch das extrem scheue Wesen gestaltet sich die Vermittlung ziemlich schwierig und die Katzen sitzen zum Teil noch im November bei Martina Prögel in Pflege.

23. Mai 2009:
Treffen der MCH-Familie in Spardorf. Wie immer gab es jede Menge Essen und heisere Hälse vom vielen Erzählen..

Mai 2009:
Wieder sind es die Finanzen, die jemanden veranlassen, uns 3 Katzen zu übergeben. JayDee, Max und DJ sind bis auf ein bisschen Schnupfen und Durchfall soweit in Ordnung und können auch relativ schnell in neue Familien vermittelt werden.

 

März 2009:
Eine ehemalige Züchterin bittet uns um Hilfe. Ihre finanzielle Situation fordert die Abgabe einiger Katzen. Also fahren Martina Prögel und Petra Büttner Ende März Richtung Ruhrgebiet, um dort 1 Kater und 3 Katzen zu übernehmen. Bis auf (zum Teil langwierige) Durchfälle, ein paar Zotteln hier und da sind die Katzen allesamt “gut in Schuß”. Einzig der “untergroße” Alberto muss sich einer kniffligen OP unterziehen, weil er einen riesigen Polypen im Ohr hatte, der von der Paukenhöhle bis an die Ohrmuschel reichte.

 

Februar 2009:
Anfang Februar erreicht Petra Büttner an einem Samstag nachmittag ein Telefonanruf von einer besorgten Züchterin. Sie wäre eben mit einer Freundin in einer Zucht in Sachsen-Anhalt gewesen, um mal nach dem Rechten zusehen, die Frau hätte sich länger nicht gemeldet. Sie beschreibt unmöglich Zustände, sehr, sehr viele Katzen, die zum Teil einen sehr kranken und verwahrlosten Eindruck machen, das Haus verdreckt mit Katzenkot und -urin. Da am Samstag nachmittag kein Amtsveterinär zu erreichen ist, gibt Petra Büttner der Züchterin den Tipp, zur Polizei zu fahren und dort die Sache anzuzeigen.
Daraufhin kommt etwas ins Rollen, das fast den Rahmen der Maine Coon Hilfe gesprengt hat. Innerhalb von 2 Wochen erreicht die Züchterin, dass sich viele Maine Coon-Züchter zusammenschliessen und mit Hilfe der örtlichen Presse und einigen Aufrufen in diversen Foren, die Frau dazu bringen, Katzen herauszugeben. Einige Zuchtkatzen kommen zu ihren ursprünglichen Züchtern zurück, ca. 15-20 weitere Katzen sollen am 07.02.09 herausgegeben werden.

Letztendlich werden über 70 Katzen aus dieser “Zucht” befreit und in Pflegestellen in ganz Deutschland untergebracht. Der Zusammenschluss der Maine Coon-Züchter und -liebhaber bittet die Maine Coon Hilfe um Unterstützung bei der Betreuung der Pflegestellen und Vermittlung der Katzen. Mehr Infos. Weiterer Bericht folgt.

Diese Katzen haben bis jetzt (Stand Oktober 2009) rund 15.000,- Euro reine Tierarztkosten verursacht. Diesen Kosten stehen Einahmen von 9.874,- Euro an eingegangenen Spenden und 3.690,- Euro Schutzgebühren gegenüber.

 

09. Januar 2009:
Das neue Jahr fängt so turbulent an, wie das alte aufgehört hat. Wir nehmen insgesamt 14 Katzen (9 Mädels und 5 Buben) in unseren Pflegestellen auf, die aus dem gleichen “Haushalt” stammen, wie die Katzen aus Dezember ‘08.
Der Zustand der Katzen ist noch besch...eidener, ausserdem kommt hinzu, dass die meisten dieser Tiere panische Angst vor dem Menschen zeigen, was eine Behandlung und Sozialisierung natürlich immens schwierig macht.
Alle Katzen zeigen mehr oder weniger schlimme Durchfälle, Schnupfen, Augenentzündungen und eine Katze hat ein massivst (gibt es noch eine weitere Steigerung von massiv?) entzündetes Blutohr, aus dem Eiter und Blut nur so herauslaufen. Tiffany wird zunächst leider erfolglos behandelt, dann operiert (großer Polyp in der Paukenhöhle), bleibt zur Nachsorge in der TA-Praxis, weil sie sich weder anfassen, geschweige denn behandeln lässt. Trotz ihres Handicaps finden wir für sie neue Besitzer und sie zieht in die Schweiz. Leider hat sie dort einen so starken Rückfall ohne Aussicht auf Heilung, dass sie eingeschläfert werden muss.

Ein weiteres Sorgenkind ist Bernd. Bisher dachten wir, wir hätten schon alle möglichen Arten an Verfilzungen gesehen; und doch toppt Bernd alles bisher dagewesene. Er besteht eigentlich nur aus Filzknoten und -platten und muss unter Narkose komplett geschoren werden. Der Filzbatzen auf seinem Rücken entspricht der Größe eines ausgewachsenen Meerschweinchens und “Bernd und sein Meerschweinchen” werden zu bundesweiten Berühmtheiten. Weitere Untersuchungen ergeben eine Flachbrust, HCM, HD und noch ein paar Kleinigkeiten mehr. Trotz seiner ganzen Wehwehchens ist er ein ausgesprochen netter Kerl und zieht nach Schwabach.

Micky und Mausi, ZetZet, Mimi, Marmalade, Pluto, Rudi (jetzt Winni) und Kaspar “Fledermaus” Hauser (bei dem ein Routine-Check beim TA einen alten, unbehandelten und daher schief und verkürzt zusammen gewachsenen Oberschenkelbruch zutage brachte) sind anfangs absolut unzugänglich, sehr scheu und verstecken sich vor den Menschen. Sie scheinen wohl wenig gute, bzw. gar keine Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben. Aber auch sie konnten inzwischen in ihre neue Familien umziehen. Hier einmal vielen, vielen Dank an alle Adoptiv-Eltern, die sich speziell für so eine Katze entscheiden!

Zu unserer Verwunderung befanden sich auch in dieser “Lieferung” 2 Katzen, Nosy und Toni, die sich als absolut zutraulich, anhänglich, schmusig und voller blödsinnigem Tatendrang darstellten.

 

08. Dezember 2008:
Wir bekommen 6 Katzen und 1 Kater in einem absolut erbärmlichen Zustand in die Pflegefamilien Prögel und Neßhöver. Alle Katzen sind stark unterernährt (zw. 2 und 3,8 kg) und verwahrlost, alle Katzen haben Schnupfen und tränende Augen.
Eine Katze (Tabby) muss eingeschläfert werden, sie hat eine schon länger bestehende Darminvagination von ca. 30 cm, die (auch in Anbetracht des äusserst schlechten Allgemeinzustandes der Katze) nicht mehr operiert werden kann. Der Kater (Jockel Monokel) hat ein stark entzündetes und vergrössertes Auge, das entfernt wird. Einer Katze (Miss Marple) fehlt ein Auge, das wohl aufgrund einer schon länger zurück liegenden Entzündung bereits “ausgelaufen” ist. Auch ihr Auge wird operiert. Eine weitere Katze (Stevie) hat ebenfalls ein “ausgelaufenes” Auge, zudem ist sie wohl auf dem anderen Auge blind. Pia hat eine ausgewachsene Pyometra (daher der Name) und hatte offensichtlich wenige Tage vorher eine Fehlgeburt. Sie bleibt beim Vorstellungstermin gleich in der TA-Praxis und wird kastriert.
Trotz ihrem schweren Schicksal sind es alle sehr nette Katzen, die ohne Scheu auf den Menschen zugehen und schmusen.

 

29. November 2008:
2 Katzen der “roten Flut” aus dem Oktober können zusammen zu einer Familie in den Hamburger Raum vermittelt werden. Martina Prögel und Petra Büttner fahren sie dem stolzen Neubesitzer den halben Weg entgegen. Ein weiterer “Roter” wird nach Willich bei Düsseldorf “ausgeliefert” und auf dem Rückweg übernehmen wir noch eine weitere Pflegekatze aus Bad Honnef. 14 Stunden Autofahren “für die Katz” :-)

 

03. November 2008:
Über eine Kontaktperson in Süddeutschland bekommen wir 3 Maine Coons und platzieren sie bei Petra Büttner in der Pflegestelle. Konni, Geena und Josie sind sofort zu Hause, fühlen sich wohl, schmusen und schnurren, was das Zeug hält. Konni leidet an heftiger Zahnfleischentzündung (mehrere Zähne müssen bei der Kastration entfernt werden) und Harngries. 2 Katzen leiden an heftigem Durchfall, der aber relativ schnell wieder behoben war. Alle drei sind einfach tolle Katzen und daher auch schnell vermittelt.

Bei Konni dauert die Vermittlung allerdings etwas länger, da sich der Harngries zwar schnell beheben lässt, sich aber im Zuge der Behandlung die Ursache dafür als “etwas komplizierter” darstellt. Konni hat Probleme mit dem Absetzen des Urins und leidet wiederholt an Blasenentzündungen. Die TÄ vermutet eine Verengung in der Harnröhre und eine Schwäche der Blasenmuskulatur. Bei einem speziellen Kontraströntgen der Blase finden wir tatsächlich eine recht grosse Verengung der Harnröhre. Nach Rücksprache mit einigen Fachärzten und Uni-Kliniken und gründlichem Abwägen des Für und Wider entscheiden wir uns für eine Penisamputation. Unser Chirurg ist sich ziemlich (!) sicher, dass er mit Entfernung des Penis und eines Stücks der Harnröhre die Verengung beseitigen kann. Die OP gelingt und Konni kann es wieder richtig plätschern lassen.

 

18. Oktober 2008:
Der nächste Hilferuf erreicht das Büro der MCH Ende September. Auch hier ist die finanzielle Situation der Grund, dass man sich von 7 Katzen trennen muss. Also fahren Martina Häfner und Petra Büttner insgesamt 935 km ins Ruhrgebiet und zurück, um die Katzen in die Pflegestellen zu holen. “Nebenbei” wurde auch eine vermittelte Katze (Rani) in ihr neues Zuhause nach Essen gebracht.
Wir übernehmen 7 recht zutrauliche, überwiegend rote Katzen und platzieren sie bei Martina.

 

06. September 2008:
Der Hilferuf einer ehemaligen Züchterin erreicht uns, sie muss etliche Katzen aus finanziellen Gründen abgeben. Also fährt Marie Luise Hassbach von Bad Kreuznach 600 km nach Schleswig Holstein, um dort 10 Katzen zu übernehmen. Martina Häfner und Petra Büttner fahren ihr entgegen und nehmen die Katzen in Bad Hersfeld in Empfang, um sie in die Pflegestellen zu bringen.
Die Katzen haben (mit einer einzigen Ausnahme) alle grosse Problemen mit den Zähnen und unsere Tierärzte machen Zahn-OPs am Fliessband. Ausserdem hatten wir einen Nabelbruch, mehrere Polypen im Ohr, jede Menge Impfungen und ein paar Schönheitsrasuren.

 

Juli/August 2008:
Mit Hilfe von 2 engagierten Mitarbeiterinnen des örtlichen Tierschutzvereins können wir 6 Katzen aus einer Zucht freikaufen und in unseren Pflegestellen platzieren. Eine Katze hat ein stark entzündetes Blutohr, in ihrem Gehörgang steht der Eiter “bis Anschlag”. Ein Kater, der sein ganzes Leben (er ist immerhin schon 6 Jahre alt) im Freigehege ohne Zugang zum Haus und menschlichen Kontakt verbracht hat, ist sehr verstört, ängstlich, scheu und panisch. Für eine weitere, ebenso sehr verstörte Katze gibt es leider keine Rettung mehr. Sie muss nach einer akuten Leber- und Gallenblasenentzündung mit perforiertem Gallengang, durch den der ganze Bauchraum mit Galle vollgelaufen ist, eingeschläfert werden. Die drei restlichen Katzen sind überraschender Weise sehr zutraulich und umgänglich und können relativ schnell kastriert und frisch geimpft zu ihren neuen Familien ziehen.

 

03. Mai 2008:
Das 4. MCH-Leute-Treffen findet statt. Die Fam. Nesshöver war wieder souveräner Gastgeber im Szene-Treff “daNessis”. Wir trafen alte und neue Bekannte, futterten uns dicke Bäuche an und feierten bis spät in die Nacht. Vielen Dank an Gudrun und Udo für das “Daheim-Fühlen”.

 

19./20. April 2008:
Wir sind auf der Ausstellung des Bavarian e. V. in Nürnberg-Langwasser zu Gast und informieren die Besucher über unseren Verein. Vielen Dank an Eva Kellner, die uns den Platz großzügig zur Verfügung gestellt hat.

 

16. März 2008:
Das obligatorische Vorstandstreffen der MCH findet dieses Jahr bei Maria Brook Blaut statt. Es wurde viel geredet und noch mehr Tee und Kaffee getrunken (Kuchen gabs auch reichlich), viele neue Ideen wurden besprochen und und und...
Zwei Vollmitglieder haben ihre Ämter aus persönlichen Gründen niedergelegt, dafür wurden zwei neue Vollmitglieder gewählt (siehe Kontakt).

 

08./09. März 2008:
Der Süddeutsche Rassekatzen-Verband e. V. (SDRV) veranstaltet eine Ausstellung in Höchstadt an der Aisch und Martina Häfner und Petra Büttner informieren mit Unterstützung von Lisa Tursky und ihren beiden Töchtern am MCH-Infostand. Neue Fördermitglieder konnten zwar keine gewonnen werden, doch durch den Verkauf von gesponserten Artikeln konnte doch der ein oder andere Euro eingenommen werden. 

 

17. November 2007:
Das dritte MCH-Katzen-Leute-Treffen findet statt. Wieder bei Fam. Nesshöver. Unser Dank wird Euch ewig verfolgen :-)

 

07. November 2007:
Eine traurige Mail erreicht und erschüttert uns: Eine Bekannte ist seit längerem arbeitslos und lebt von Hartz IV. Durch den Geldmangel und den bevorstehenden Umzug in eine kleinere, billigere Wohnung ist eine ausreichende Versorgung ihrer 5 Katzen nicht mehr gewährleistet. Auch weil ein kranker und ein alter Hund viel Geld und Nerven kosten. Schweren Herzens bittet sie uns, ihre Lieblinge zu übernehmen und in neue Familien zu vermitteln.
Diese Geschichte hat uns alle sehr bewegt und lange beschäftigt. Dieses Schicksal kann uns alle treffen, was ist, wenn der Mann seinen Job verliert, das Haus trotzdem abbezahlt werden muss, eine plötzliche Krankheit den Brötchengeber der Familie ausschaltet? Auf wen zeigt man mit dem Finger und sagt “du musst gehen”? Die Entscheidung, geliebte Tiere abzugeben, kostet sehr viel Mut und Kraft und verdient Respekt.
Inzwischen haben auch diese 5 Katzen ein neues Heim gefunden.

 

22. / 23. September 2007:
Martina Häfner, Petra Büttner und Michaela Patzelt informieren auf der Katzenausstellung in Wunsiedel.

 

01. September 2007:
Eine besorgte Züchterin ruft Petra Büttner an und teilt ihr mit, dass in einer Zucht im Stuttgarter Raum sprichwörtlich die “Kacke am Dampfen ist”, die psychisch labile Frau kann sich nicht mehr um ihre Katzen kümmern.
Eine halbe Stunde später setzt Petra Büttner sich ins Auto, um die Katzen zu holen. In einer unaufgeräumten und nicht sehr sauberen Wohnung sammelt sie 10 Katzen in unterschiedlichem Ernährungs- und Pflegezustand ein.
Spät nachts wieder Zuhause werden die Katzen nur “ausgeladen”, untergebracht und mit Futter und Wasser versorgt. Die Bestandsaufnahme am nächsten Tag ergibt, dass die 8 Katzen und 2 Kater alle mehr oder weniger mit Zahnfleisch-, Augen- und Ohrenentzündungen zu kämpfen haben, einige sind viel zu dünn, bei den meisten ist das Fell struppig und verfilzt. Keine Katze ist geimpft, ungefähr die Hälfte ist nicht kastriert.
Eine Katze hat Spondylose (Indy), eine einen Nabelbruch (Prodigy), ein Kater hat einen so starken Unterbiss, dass er das Maul nicht richtig schliessen kann (King). Nur eine einzige Katze (Confetti) ist wirklich gesund, allen anderen müssen in OPs Zähne gezogen werden, teilweise alle Zähne. Mehrere Katzen sind so scheu, dass sie für Wochen hinter dem Sofa verschwinden.
Eine Katze (Stella) hat es gleich richtig erwischt, sie hat HD, eine starke Wirbelsäulenverkrümmung, Zahnfleischentzündung und eine “Bilderbuch”-HCM.
5 Katzen werden zur Pflegefamilie Nesshöver ausquartiert, der Rest bleibt bei Petra Büttner.
Alle Katzen, auch Stella (und für die freut es uns besonders) haben inzwischen “ihren” Platz gefunden und sind umgezogen.

 

21./22. April 2007:
Martina Häfner und Petra Büttner fahren zur FiFe-Ausstellung im Löwenbräukeller nach München und informieren zusammen mit Manuela Wagner und Martina Bauer mit einem Stand der MCH.

 

10. März 2007:
Bei der Fam. Nesshöver (Pflegefamilie, wahre Freunde und einfach nette Leut) treffen sich ca. 25 (oder mehr?) Leute, die Katzen von der MCH übernommen haben. Das war das zweite Treffen dieser Art und es hat irren Spaß gemacht, die neuen Sklaven der Katzen mal (wieder) zu sehen, Anekdötchen und vieles andere auszutauschen und vor allem die vielen, vielen mitgebrachten Leckereien zu verspeisen.

 

09. Januar 2007:
Petra Büttner nimmt einen 10 Monate alten Maine Coon Kater namens Fips in Pflege. Dieser zeigt ziemlich skurrile Symptome, die einerseits auf eine FIP hindeuten, andererseits wieder nicht. Nach längerer Behandlung, unzähligen Tierarzt-Besuchen, weiteren Untersuchungen und immer wieder Hoffen auf Genesung, muss Fips am 03.04.2007 mit massiven motorischen Ausfallerscheinungen und offensichtlich neurologischen Störungen eingeschläfert werden. Er stirbt bei Petra Büttner im Arm.
Eine Autopsie des kleinen Katers ergibt wirklich FIP, in diesem Fall keine nasse Form mit Bauchraumerguss, sondern die trockene Form mit eben diesen neurologischen Störungen.

 

2./3. September 2006:
Martina Häfner, Erika Steiner, Maria Brook Blaut, Marie Luise Hassbach und Petra Büttner informieren auf dem TICA ANNUAL in Hannover mit dem MCH-Infostand. Wir konnten viele alte Kontakte erneuern und neue Kontakte knüpfen. Wieder wurden Spenden gesammelt und Mitglieder geworben. Es war ein sehr schönes Wochenende :-)
Unser Dank gilt wieder einmal TICACats für die Einladung und den zur Verfügung gestellten Platz.

 

12. April 2006:
Zuchträumung bei einem Züchter in Wiesbaden (Bericht). Marie Luise Hassbach setzt sich erfolgreich dafür ein, daß 24 Coonies nicht im Tierheim landen, sondern in unseren privaten Pflegestellen untergebracht werden.
Von diesen 24 Tieren (10 Kater, 10 Katzen, 3 Babies und eine werdende Mutter), ist kein einziges geimpft oder kastriert. Sie sind alle ziemlich mager und ungepflegt, viele krank und einige haben panische Angst vor allem möglichen. 3 Geschwister (Bishop/Odin, Lizzy/Leni und Betty/Imany), die zusammen mit ihrer Mutter Sigourney in einem Käfig (115 x 80 x 80 cm) gehalten wurden, sind so scheu und verstört, daß wir große Zweifel haben, diese jemals zu vermitteln.

Kater Hook hat aufgrund einer Schnupfeninfektion ein fast zugewachsenes Auge, das aber erfolgreich operiert wurde.

Katze Gini brachte in die Pflegestelle alles mit, was man sich nicht wünscht: Sie war unterernährt und ausgetrocknet, hatte Fieber, eine Pilzinfektion, offene Ekzeme im Kopf- und Halsbereich, eine heftige Zahnfleischentzündung (alle Zähne mussten raus), Augen- und Ohreninfektion, Schnupfen und war so schwach, dass sie torkelte. Bei einem Schall der inneren Organe fanden wir “gewebliche Veränderungen”, was sich bei der Kastration als total verwachsene Gebärmutter herausstellte.

Andere Katzen hatten Zahnfleisch-, Augen- und Ohrenentzündungen, deformierte Pfoten und bei 2 Katern (Rick und Hicks) wurden Herzfehler festgestellt.

Nach Aufpäppeln, kastrieren und impfen konnten alle Katzen innerhalb weniger Wochen an nette, verantwortungsbewusste Menschen vermittelt werden.

Die ganze Aktion kostete uns rund 3.800,- Euro reine Tierarztkosten.

 

04./05. März 2006:
Marie Luise Hassbach, Maria Brook Blaut und Petra Büttner informierten mit dem MCH-Stand auf der Ausstellung von TICACats in Friedrichshafen am Bodensee. Wieder konnte einiges an Spenden gesammelt und neue Mitglieder geworben werden. Auch konnten etliche Mail- und Listen-Bekanntschaften vertieft werden. Zwar machte uns das Schneechaos (über Nacht fielen 60 cm Neuschnee!) etwas zu schaffen, doch alles in allem war es ein sehr nettes Wochenende.

Vielen Dank an Petra Garbe von TICACats für die Einladung, den Platz und die Versorgung mit Kaffee :-). Wir freuen uns schon auf das TICA Annual am 2./3. September 2006 in Hannover!

 

03. Februar 2006:
Martina Häfner und Petra Büttner fuhren 13 Stunden lang 900 km durch 5 Bundesländer um 4 Pflegekatzen aus einer unseriösen Zucht zu holen. Der Kater und die drei Mädels hatten Flöhe, Giardien und Chlamydien im Gepäck. Kurze Zeit später starb das Katerchen trotz aller Bemühungen an einer Virusinfektion. Eins der Mädchen war tragend und brachte am 02.03.06 vier putzmuntere “Coonlets” zur Welt, unsere ersten Pflegebabies :-)

 

11./12. Dezember 2005:
Maria Brook Blaut war mit unserem Info-Stand auf der Weihnachtsshow von TICACats in Rangsdorf bei Berlin. Sie durfte natürlich jede Menge reden, reden, reden, aber sie konnte auch einiges an Spenden sammeln und einige neue Fördermitglieder werben.

Vielen Dank an TICACats für den zur Verfügung gestellten Platz!

 

19. November 2005:
Katzendame Moony kommt zu uns als Notfall in die Pflegestelle mit dem Hinweis, sie hätte ständig Durchfall und einen “schwankenden” Gang. Die Vorbesitzer hätten genug und die Katze müsse jetzt weg oder ins Tierheim :-((

Durchfall konnten wir bis heute nicht feststellen, sicherheitshalber wurde sie entwurmt und auf Giardien untersucht. Die Vorstellung bei unserem Tierarzt ergab eine beidseitige Patella Luxation (Kniescheiben- verrenkung), daher auch der schwankende Gang. Leider schlug die Therapie mit Anabolika nicht an und sie musste am 10.01.06 operiert werden.

Die OP verlief absolut planmässig. Die Rillen, in der die Kniescheiben “einrasten”, wurden vertieft und auf der linken Seite wurde eine Sehne mit einem Nägelchen befestigt. Dieser kleine Nagel wird nicht wieder entfernt, sondern bleibt für immer dort. Zuhause angekommen lief sie, zwar noch etwas wackelig von der Narkose, aber selbstständig aus dem Kennel. Sie war eine vorbildliche “Kranke”, hat sich lange geschont und hat auch nicht an den Wunden geleckt, was sie vor dem Tragen eines Kragens bewahrt hat.

Inzwischen (März ‘06) kann sie wieder ganz normal laufen, sie spielt zuweilen recht ausgelassen und ab und zu springt sie sogar schon aufs Sofa hoch. Am liebsten liegt sie ganz oben auf dem Kratzbaum, den sie aber erklettert :-), statt hinauf zu springen.

 

05./06. November 2005:
Die MCH war mit einem Info-Stand auf der Katzenausstellung des SDRV in Amberg/Opf. präsent.
Martina Häfner und Petra Büttner redeten sich an beiden Tagen die Münder fusselig und konnten einige neue Fördermitglieder gewinnen. Auch die MCH-Spenden-Sparkatze wurde gefüttert :-). Es entstanden recht nette Kontakte und auch einige unserer Pflegekatzen konnten vermittelt werden.

Unser Dank gilt hier ganz besonders dem SDRV, der uns den Platz für Stand zur Verfügung gestellt hat.

 

Oktober 2005:
Ende Oktober 2005 mussten wir insgesamt 29 Katzen in unseren privaten Pflegestellen unterbringen. 29 Katzen, von der keine geimpft oder kastriert war. Die meisten relativ gesund, einige davon sehr krank.
Wir haben also 29 Katzen dem Tierarzt vorgestellt, 29 Katzen kastrieren und impfen lassen. Und bei allen 29 Katzen mussten wir erst einmal ganz langsam Vertrauen gewinnen. Die meisten waren durch den Umzug in die Pflegestellen erstmal ganz schön "durch den Wind" und einige sind erst im endgültigen Zuhause richtig zutraulich geworden. Erfreulicher Weise konnten auch die ganz Scheuen schnell vermittelt werden.

Ein Katerchen war leider so krank, dass wir trotz aufopferndster Pflege keine Chance hatten, sein kleines Leben zu retten. Auch die stationäre Aufnahme in der Tierarztpraxis brachte keinen Durchbruch und so mussten wir ihn leider gehen lassen. Bei einem anderen Kater (Calimero) mussten wir eine beidseitige Patella-Luxation (Kniescheibenverrenkung) operieren lassen. Bei ihm stellte sich während der OP heraus, dass er zusätzlich noch einen bis jetzt unbehandelten Oberschenkelhalsbruch hat.

Etlichen Katzen mussten aufgrund heftiger Zahnfleischentzündungen mehrere Zähne gezogen werden, einige hatten Ohrenentzündungen, bei 2 Katern wurden Rolllider operiert. Eine Katze (Ayleen) hatte extremes Untergewicht, eine Anämie und vor lauter Filzknoten das Fell am Bauch verloren. Der hier befürchtete Pilzbefall hat sich zum Glück nicht bestätigt. Sie hat guter Pflege schnell zugenommen und ist mit einem bereits wieder be"flaumten" Bauch vermittelt worden.

Ein Kater (Snoopy) kam mit Riesenschnupfen, der sich schon bis in die Ohren ausgebreitet hatte, wodurch er starke motorische Störungen zeigte. Auch er hat sich gut erholt und inzwischen Liebhaber gefunden, die ihn adoptiert haben.

Bei der TA-Vorstellung stellte sich bei einem Katerchen (Baby Blue) heraus, dass er statt der geschätzten 4-5 Monate schon ca. 10 Monate alt war. Er hatte lange Zeit heftig Durchfall und konnte so anscheinend nicht richtig wachsen und gedeihen. Innerhalb von 4 Wochen hat er glatte 1,5 kg zugenommen und einen gewaltigen Schuss in die Höhe gemacht. Allerdings auch etwas in die Breite :-) . Leider wurde bei ihm HCM festgestellt. Deshalb freut es uns ganz besonders für den liebenswerten kleinen Frechdachs, dass auch er gut vermittelt werden konnte.

In diese 29 Katzen haben wir fast 4.000,- Euro reine Tierarztkosten investiert.

 

Juni/Juli 2005:
Lily sollte eingeschläfert werden, weil sich seine Besitzer getrennt haben. Seine Züchterin hat sich aber dafür eingesetzt, dass er eben nicht eingeschläfert wird, sondern zur MCH kommt und von dort weiter vermittelt wird. Lily kam mit einer Gaumenspalte auf die Welt, hat dies überlebt und sich aber mehr schlecht als recht damit abgefunden. Als er zu uns kam, verschluckte er sich ständig beim Fressen, würgte und hustete sein Futter wieder hoch. Er hatte dadurch eine starke Rachen- und Zahnfleischentzündung. Wir haben uns entschlossen, ihm ein besseres Leben zu ermöglichen und liessen die Gaumenspalte operieren. Er hat die OP sehr gut überstanden und schon 10 Tage danach sah man kaum noch eine Narbe. Er kann wieder normal fressen und muss sich nicht mehr verschlucken. Inzwischen wurde er auch geimpft und ist in sein neues Zuhause umgezogen. Alles in allem haben wir in Lily 252,- Euro investiert. Die ganze Geschichte mit Bildern steht hier.

 

Januar 2005:
Der schlimmste Notfall von allen war Jay. Sie kam Anfang Januar aus einem Züchterhaushalt zu uns und machte einen sehr jämmerlichen Eindruck. Ihr Fell war stumpf, struppig, dreckig, verfilzt, mit Kot, Eiter und Futterresten verklebt. Sie hatte haarlose Stellen und verkrustete Ekzeme. Wegen eines – dem Gesamteindruck nach – bereits schon lange bestehendem wässrigen Durchfall, war sie bis auf 2,6 kg abgemagert, ihr Bauch stark aufgebläht und der Enddarm nach außen gestülpt. Sie hustete heftig und nieste auch.

Jays komplette Maulhöhle war massiv entzündet, das Zahnfleisch so angeschwollen und teilweise geschwürig, dass man von den Zähnen fast nichts mehr sah. Auch die Schnurrhaarkissen und die Lefzen waren sehr geschwollen und dadurch auch sehr empfindlich. Ihr Speichel bestand fast nur aus Eiter, was auch den schlimmen Zustand ihres Fells erklärte. Den eitrigen Speichel verteilte sie bei ihren kläglichen Putzversuchen übers ganze Fell und die Kleine „stank zum Himmel“.

Nach einer Nacht in Quarantäne unserer Notfallbox wurde sie am nächsten Tag unserem Tierarzt vorgestellt. Das ganze Praxisteam war entsetzt, als es das Häufchen Elend sah. Wir ließen ein großes Blutbild machen und auch den Kot untersuchen. Die Blutwerte waren teilweise erschreckend, es ergab sich u. a. eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, ein schwerer Eisenmangel und ein sehr hoher Leukozyten-Wert.

Nach 2 Monaten Päppeln und Pflegen war sie soweit fit, dass wir die große Zahn-OP in Angriff nehmen konnten. Alle Zähne außer den 4 Reißzähnen mussten entfernt werden. Nach vielen Wochen Hoffen und Bangen, Päppeln und Pflegen, Tabletten und Spritzen geben und vielen Rückschlägen erfreut sie sich heute wieder guter Gesundheit, wobei die Behandlungen aber noch lange nicht abgeschlossen sind. Jay hat uns bis jetzt über 800,- Euro gekostet und lebt immer noch in der Pflegestelle.

Nachtrag: Jay darf für immer in der Pflegestelle bleiben. Wie es ihr dort geht und wie schön sie inzwischen geworden ist, sehen Sie hier.

 

Dezember 2004:
Dann kamen kurz vor Weihnachten 2004 auf einen Schlag 7 Katzen (2 Kater, 5 Katzen) in die Pflegestellen, allesamt in einem nicht besonders guten Allgemeinzustand, nicht geimpft und nicht kastriert. Alle 7 hatten mehr oder weniger starke Zahnfleischentzündungen, zum Teil mit Wucherungen, bei 5 Katzen wurden Zähne entfernt, davon bei zweien wegen Fehlstellungen. Bei einer Katze stellte sich ein schlecht verheilter Kieferbruch heraus, der seinerzeit mit einer Platte und Schrauben operiert wurde. Eine Schraube hatte sich gelöst, war durch das Zahnfleisch nach außen geeitert und es hatte sich eine hässliche Fistel gebildet. Die Maulhöhle wurde saniert und das Implantat entfernt. Außerdem wurden sie alle kastriert. Zusammen waren sie uns gute 1.900,- Euro wert. Alle 7 konnten gut vermittelt werden.

 

November 2004:
Unser erster Fall war Angelina. Hier konnten wir die verhärteten Fronten zwischen neuem Besitzer und Züchter etwas erweichen und Angelina kam als erste Pflegekatze zur MCH. Die Vorstellung beim TA ergab, dass bei ihr bedingt durch eine starke Rachen- und Zahnfleischentzündung eine dringende Zahn-OP anstand. Gleichzeitig sollten auch zwei Bauchdeckenbrüche, die sich an der Kastrationsnaht gebildet hatten, behoben werden. Allerdings wussten wir vom Vorbesitzer, dass Angelina die letzte Narkose fast nicht überlebt hätte. Um einen Herzfehler auszuschließen, kamen wir nicht drum herum, bei ihr einen Herzultraschall zu machen. Zum Glück stellte sich heraus, dass das Herz gesund war (und ist) und sie nur das Narkosemittel nicht vertrug. Sie wurde unter Inhalationsnarkose operiert und die ganze Behandlung schlug mit gut 500,- Euro zu Buche. Angelina fand ihr neues Zuhause in Ansbach.